Ochsenhausens Simon Gauzy vor EM: „Weiß nicht, was oben bedeuten kann“-header

Ochsenhausens Simon Gauzy vor EM: „Weiß nicht, was oben bedeuten kann“



Bei den Europameisterschaften in München (bis 21. August) schlagen zahlreiche Stars aus der Tischtennis Bundes (TTBL) auf. Zu den bekanntesten EM-Teilnehmern gehört der französische Topspieler Simon Gauzy. Die Nummer eins der TTF Liebherr Ochsenhausen hat sich für die Titelkämpfe sechs Jahre nach seinem Einzug ins EM-Einzelfinale von Budapest trotz zuletzt durchwachsener Auftritte viel vorgenommen.

Simon Gauzy

Strebt nach oben: Simon Gauzy. (Foto: BeLa Sportfoto)

Für Simon Gauzy standen Einzel-Europameisterschaften zuletzt unter keinem guten Stern. Nach seinem Einzug ins Finale der Titelkämpfe 2016 in Budapest war für den Star der TTF Liebherr Ochsenhausen aus der Tischtennis Bundesliga (TTBL) sowohl 2018 in Alicante als auch im vergangenen Jahr in Warschau immer schon vor dem Achtelfinale Endstation. Bei der EM in München (13. bis 21. August) will der Franzose aber wieder angreifen und eine Topplatzierung anpeilen.

„Ich will nach oben, ich weiß aber nicht, was oben bedeuten kann. Aber auf jeden Fall soll es oben“, beschrieb der 27-Jährige in einem Interview für die Homepage des europäischen Verbandes ETTU seine Ambitionen für die EM an der Isar.

Eine Medaille aber will sich Gauzy, der in der vergangenen TTBL-Saison für Ochsenhausen eine 12:9-Bilanz verbuchte, für das Mini-Olympia bei den European Championships nicht als konkretes Ziel setzen: „Das Niveau in Europa ist sehr hoch. Von der ersten Runde an ist praktisch jeder Spieler schwer zu schlagen.“

„Das Level steigt immer weiter“

Als erste Anwärter auf die EM-Krone im Einzel nennt Gauzy ein TTBL-Quintett mit dem schwedischen WM-Zweiten Truls Moregard (TTC Neu-Ulm), Patrick Franziska, Europe-Top-16-Gewinner Darko Jorgic (beide 1. FC Saarbrücken TT), den ehemaligen Titelträger Dimitrij Ovtcharov (TTC Neu-Ulm) und den deutschen Meister Dang Qiu (Borussia Düsseldorf). „Das“, meint der Europaranglistenzwölfte, „sind im Augenblick die Besten. Aber trotzdem sind viele in der Lage, sie zu schlagen, und es wäre großartig, zu dieser Gruppe gehören zu können.“

Im Rückblick auf seinen EM-Erfolg vor sechs Jahren in Ungarn hält Gauzy das damalige Momentum für einen wichtigen Faktor. „Ich war jünger, und meine eigenen Erwartungen und die Erwartungen im Umfeld waren deswegen nicht so hoch. Außerdem habe ich in Budapest dem besten Level, das mir damals möglich war, spielen können“, meinte der Rechtshänder.

Seit Budapest 2016 jedoch habe sich das europäische Tischtennis enorm entwickelt, erklärte Gauzy weiter: „Das Niveau entwickelt sich ständig weiter nach oben. Die Spieler investieren immer mehr und mehr. Dadurch steigt das Level auch immer weiter – aber das ist gut für das Tischtennis in Europa und Tischtennis im Allgemeinen.“

Beitragsbild oben: Simon Gauzy (Foto: Nicolai Schaal)