YONG FU: „WERDEN UNS GROßER HERAUSFORDERUNG STELLEN“



Bei den TTF Liebherr Ochsenhausen tritt Yong Fu in große Fußstapfen und muss zudem einen Umbruch in der Mannschaft moderieren. Was ihn von seinen Vorgängern unterscheidet, welche Ziele er hat, und wie er auf die Neuzugänge blickt, verrät der Nachfolger von Dmitrij Mazunov im Interview.

Sie kennen die TTF Liebherr Ochsenhausen und das Liebherr Masters College sehr gut. Wird es Ihr Ziel sein, auch weiterhin junge Talente aus dem College ganz nach oben zu bringen und in die TTBL-Mannschaft zu integrieren?

Mein Ziel ist es selbstverständlich weiterhin, junge talentierte Spieler aus Deutschland, Europa und aller Welt zu fördern. Darin besteht auch die langjährige Vision des Liebherr Masters College. Wir bemühen uns, die Leistungen dieser Jungs auf ein Niveau zu bringen, das sie für die Bundesliga qualifiziert. Die Spieler unserer Bundesliga-Mannschaft sind der Ausdruck unserer gemeinsamen Philosophie

Es ist Ihre erste Saison als Profi-Trainer in der Tischtennis Bundesliga (TTBL): Was nehmen Sie sich vor, was wollen Sie erreichen?

Ich möchte mein Möglichstes tun, um alle Spieler zu fördern und die Truppe zu stärken. Außerdem hoffe ich natürlich auf Bestleistungen.

Möchten Sie fortführen, was Dubravko Skoric und Dmitrij Mazunov in den vergangenen Jahren als TTF-Cheftrainer geleistet haben oder werden Sie eigene Wege gehen?

Dubo und Dima haben beide in ihrer Zeit als Cheftrainer bemerkenswerte Erfolge erzielt. Selbstverständlich möchte ich den Ruhm der TTF aufrechterhalten und fortführen. Was die Art des Trainings betrifft, hat jeder von uns natürlich seinen eigenen Stil. Für die neue Teamaufstellung in der nächsten Saison werde ich mich voll und ganz der Mannschaft widmen und jeden Spieler individuell betreuen, sodass sie sich in technischer und mentaler Hinsicht steigern und schnell vorwärtskommen, damit wir ein starkes Team aufbauen können.

Dmitrij Mazunov hat in seiner ersten Saison mit den TTF gleich zwei Titel geholt. Entsteht dadurch ein gewisser Erfolgsdruck für den neuen Cheftrainer?

Ich spüre keinen Erfolgsdruck und hoffe, dass wir weiterhin Titel gewinnen können. Dima hat als Cheftrainer großartige Arbeit geleistet. Die Titel sehe ich auch als Errungenschaften des gesamten Teams, einschließlich des Trainerteams und unserer Backoffice-Kollegen. Sie sind Früchte des großen Einsatzes aller Beteiligten.

Wie stark schätzen Sie die TTBL in der Saison 2020/21 ein?

In der nächsten Saison wird das Niveau der TTBL wieder sehr hoch sein, und wir werden uns sicher einer großen Herausforderung stellen. Ich habe großes Vertrauen in unser neues Team, in dem jetzt drei neue junge Spieler hinzugekommen sind und dem mit Hugo Calderano, Simon Gauzy und Neuzugang Kanak Jha drei Weltklassespieler angehören. Die neue Mannschaft wird also das Potenzial haben, gute Ergebnisse zu erzielen.

Wer sind die Hauptkonkurrenten in Meisterschaft und Pokalwettbewerb?

Einige Mannschaften haben sich verstärkt. Es gibt viele Teams, die um die Play-offs und um Titel spielen können, nicht nur die besten vier Vereine der Saison 2019/20. Und wir wollen natürlich auch eine gute Rolle spielen.

Ist die neue Mannschaft mit den Zugängen Kanak Jha, Maciej Kubik und Samuel Kulczycki genauso gut wie das Team der vergangenen Saison, in der noch Stefan Fegerl, Jakub Dyjas und Vladimir Sidorenko dabei waren?

Unsere Neuzugänge sind alle noch sehr jung. In dieser Saison spielen Kubik und Kulczycki erstmals in der TTBL, und auch für Jha ist es gerade mal die zweite Saison als Bundesliga-Spieler. Daher ist es schwierig, sie mit ihren Vorgängern zu vergleichen. Natürlich sind Fegerl und Dyjas beide sehr leistungsfähige und erfahrene Spieler, aber Dyjas und Sidorenko waren Spieler des Liebherr Masters College, genauso wie die drei jungen Talente, die hochmotiviert und längst nicht am Ende ihrer Entwicklung sind. Mit Calderano und Gauzy in derselben Mannschaft können sie noch schneller Wettkampf-Erfahrung sammeln und stärker werden.