ZAHLENSPIELE II: WER STELLT DAS JÜNGSTE TEAM, WER DAS ÄLTESTE?



Der Countdown für die neue Saison in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) läuft, in neun Tagen geht es los, unter anderem mit einer Neuauflage des Vorjahresfinals zwischen den TTF Liebherr Ochsenhausen und dem 1. FC Saarbrücken TT. Vorab blicken wir auf ein paar Zahlen: im zweiten Teil auf die jüngste und die älteste Mannschaft, auf den heimstärksten und den auswärtsstärksten Spieler sowie das beste Doppel.

Das jüngste Team: Die Jungspunde der Liga stellt der TTC Zugbrücke Grenzau: Gerade einmal 22,5 Jahre sind die Spieler des Westerwälder Traditionsvereins durchschnittlich alt. Dabei hebt einzig der 32-jährige Mihai Bobocica den Schnitt. Dahinter schickt Grenzau mit Anders Lind (20) sowie den Neuzugängen Kanak Ja (19) und Ioannis Sgouropoulos (19) drei junge Wilde ins Rennen. Die nächstjüngeren Mannschaften stellen die beiden Vorjahresfinalisten: Der 1. FC Saarbrücken TT hat zwar mit Shang Kun (28) einen erfahrenen Spieler zur Unterstützung von Patrick Franziska (27) geholt, hat aber mit Darko Jorgic (21), Cristian Pletea (19) und Tomas Polansky (21) auch drei Talente im Kader – macht den Durchschnittswert von 23,2. Nur unwesentlich älter, nämlich im Schnitt 23,4 Jahre, sind die Spieler des Titelverteidigers TTF Liebherr Ochsenhausen.

Post SV Mühlhausen 2019/20

31,3 Jahre im Schnitt: Der Post SV Mühlhausen stellt 2019/20 die älteste Mannschaft. (Foto: Christian Habel)

Das älteste Team: Viermal über 30 – der Post SV Mühlhausen setzt auch in der neuen Saison auf Erfahrung. 31,3 Jahre sind Daniel Habesohn (33), Steffen Mengel (31), Lubomir Jancarik (31) und Ovidiu Ionescu (30) im Schnitt alt. Dass dieser Umstand dem Erfolg nicht hinderlich ist, bewies das Quartett im vergangenen Jahr: Damals ging es auf Platz sechs in der TTBL und in der Champions League bis ins Viertelfinale. Das zweitälteste Team stellt Borussia Düsseldorf mit durchschnittlich 29,8 Jahren. Der Rekordmeister hat mit Timo Boll (38) und Kamal Achanta (37) zwei der ältesten Spieler im Kader, dahinter aber vier Spieler unter 30: Ricardo Walther (27), Kristian Karlsson (28), Anton Källberg (21) und Omar Assar (28). Auf Platz drei liegt der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mit durchschnittlich 28,3 Jahren – Ersatzmann Thomas Keinath (41) hebt hier allerdings den Schnitt und lässt die Osthessen vorbeiziehen am TTC Neu-Ulm mit durchschnittlich 28,1 Jahren.

Der Heimstarke: Wurde in der Ernst-Poensgen-Allee gespielt, war Kristian Karlsson kaum zu schlagen. Zehn seiner elf Einzel vor heimischem Publikum gewann der Schwede in Diensten von Borussia Düsseldorf in der Saison 2018/19 – macht 91 Prozent. Dahinter folgt mit Patrick Franziska der insgesamt erfolgreichste Spieler der Saison. Daheim gewann der 27-Jährige vom deutschen Vizemeister 15 seiner 17 Einzel, verbuchte also eine 88-Prozent-Quote. 78 Prozent seiner Einzel, nämlich sieben von neun, gewann Stefan Fegerl (TTF Liebherr Ochsenhausen). Damit liegt der Österreicher knapp vor Timo Boll (Borussia Düsseldorf; 9:3) und Jakob Dyjas (TTF Liebherr Ochsenhausen; 6:2) mit einer Siegquote von je 75 Prozent. Berücksichtigt haben wir nur Spieler mit mindestens fünf Heimeinsätzen in der TTBL.

Der Auswärtsstarke: Musste Ruwen Filus in gegnerischer Halle ran, lief er zu Hochform auf. Elf Einzel bestritt der 31-Jährige vom TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell auswärts, elfmal verließ er den Tisch als Sieger. Besser geht es nicht. Ebenfalls eine starke Bilanz verbuchte auch hier Patrick Franziska, der auswärts zwölf Siege feierte bei drei Niederlagen – macht eine Quote von 80 Prozent. Mit 79 Prozent auf Platz drei steht Bastian Steger, der für den SV Werder Bremen eine 15:4-Bilanz verbuchte. Dahinter folgen Omar Assar (Borussia Düsseldorf) mit 78 Prozent (7:2) sowie Hugo Calderano (9:3) und Jakob Dyjas (6:2) von den TTF Liebherr Ochsenhausen mit jeweils 75 Prozent. Berücksichtigt haben wir nur Spieler mit mindestens fünf Auswärtseinsätzen in der TTBL.

Die Doppelkönige: Vier Mannschaften mussten in der vergangenen Saison jeweils neunmal ins Schlussdoppel: der SV Werder Bremen, der TTC Schwalbe Bergneustadt, der 1. FC Saarbrücken TT und der TSV Bad Königshofen. Während die meisten Teams immer wieder verschiedene Kombinationen ins Rennen schickten, legte sich Bergneustadt rasch auf eine Kombination fest: Paul Drinkhall und Alvaro Robles bestritten gemeinsam sieben Doppel und damit mehr als jedes andere Duo. Sechsmal verließen sie dabei den Tisch als Sieger – der wohl entscheidende Trumpf des TTC Schwalbe beim Kampf um die Play-off-Plätze. Zweimal trat Drinkhall zudem an der Seite von Benedikt Duda an, beide Matches wurden gewonnen. Jeweils fünf Doppel spielten die Kombinationen Anton Källberg/Kristian Karlsson (Borussia Düsseldorf; 2:3) und Bence Majoros/Kilian Ort (TSV Bad Königshofen; 2:3). Makellos blieb die Weste von Liao Cheng-Ting/Darko Jorgic (1. FC Saarbrücken TT) bei drei Siegen aus drei Partien.

 

Beitragsfoto oben: Jörg Fuhrmann