ZEHN FAKTEN AUS 50 JAHREN BUNDESLIGA



Happy Birthday zum 50. Geburtstag, Bundesliga. Am 10. September 1966 wurde der erste Ball in der Bundesliga gespielt. Seitdem ist viel passiert, man könnte wohl ein ganzes Buch mit Geschichten und Statistiken füllen. Für den vierten Teil des Bundesliga-Rückblicks mussten wir aber leider etwas selektieren.

Die erste Saison

Bereits im Jahr 1963 sprach sich der DTTB für die Gründung einer Bundesliga aus. Aber erst nach zähem Ringen startete die Premierensaison 1966 mit insgesamt acht Mannschaften. Meister wurde die DJK TuSA Düsseldorf mit Eberhard Schöler, der nur ein einziges Spiel verlor. Es sollte jedoch ihr erster und letzter Titel bleiben. Schon zwei Jahre später startete Lokalrivale Borussia Düsseldorf mit der ersten Meisterschaft ihren Siegeszug in der Bundesliga

Entwicklung der Zuschauer

Rund zwei Millionen Zuschauer haben die Bundesligaspiele in den letzten 50 Jahren live besucht, das entspricht im Durchschnitt etwas mehr als 400 Zuschauer pro Spiel. Die Saison 96/97 war die am besten besuchte Spielzeit mit 67.727 Zuschauern. Allerdings gab es damals auch 132 Begegnungen. Das Rekordspiel mit 5.492 Besuchern ist nach wie vor das Spiel Borussia Düsseldorf gegen TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell in der O2-World in Hamburg Anfang 2015.

Die ewige Tabelle

Nur in der Gründungssaison fehlte Borussia Düsseldorf. Seitdem spielen sie durchgängig in der deutschen Eliteliga und sind mittlerweile 28 Mal Deutscher Meister geworden. Mit 871 Bundesligaspielen, davon 628 gewonnen, sind sie unangefochtener Anführer der ewigen Tabelle. Auf Platz zwei folgt der TTC Zugbrücke Grenzau mit 577 Spielen und 378 Siegen und danach der TTC Jülich mit 580 Spielen bei 276 erfolgreichen Partien. Auf dem letzten Platz 60 liegt Borussia Brand, die nur ein Jahr in der Tischtennis-Bundesliga spielten und keinen Punkt und lediglich sechs Spiele in der gesamten Saison gewinnen konnten.

Die Bundesliga im Fernsehen

Heute können sich Tischtennis-Fans alle Spiele live oder auf Abruf auf der www.ttbl.de anschauen. Vor einigen Jahren war das noch nicht möglich. 1999 wurde im damals noch DSF ein Jahr die Bundesliga in einer einstündigen Zusammenfassung übertragen. Im Jahr 2005/2006 startete man schließlich einen „Feldversuch“, bei dem alle Play-off-Spiele im Internet live gezeigt wurden.

Der Rekordspieler

Für Borussia Düsseldorf und vor allem für Altena hat er über 30 Jahre in der Bundesliga gespielt 479 Siege errungen. Wilfried Lieck ist bis heute der unangefochtene Rekordspieler der Bundesliga. Bis zum Jahr 2010 spielte der dann 65-jährige Blockspezialist noch bei seinem Verein TTC Altena in der zweiten Bundesliga. Zweiter der ewigen Spiele- und Siegtabelle ist Jörg Rosskopf.

Und wieder jubeln die Düsseldorfer. Die Borussen sind unangefochtener Spitzenreiter der ewigen Tabelle. (Foto: BeLa-Sportfoto)

Und wieder jubeln die Düsseldorfer. Die Borussen sind unangefochtener Spitzenreiter der ewigen Bundesliga-Tabelle. (Foto: BeLa-Sportfoto)

Das kürzeste Spiel

Es ist wohl das Skandalspiel in 50 Jahren Bundesliga. Weil Müller Würzburg um Manager Frank Müller sich im ETTU-Cup Finale 2007 gegen Borussia Düsseldorf wegen abgezählten Aufschlägen ungerecht behandelt fühlte, traten sie im Bundesliga-Auswärtsspiel gegen die Borussen eine Saison später nur mit Kreisligaspieler an. Das Ergebnis: 6:0, 18:0 Sätze, wovon fünf mit 11:0 endeten.

Von Jägermeister bis Heinzelmann

Wie auch im Fußball war Jägermeister der erste Namenssponsor im Tischtennis. Zur Saison 77/88 ergänzte der TTC Calw seinen Vereinsnamen mit dem „Erfrischungsgetränk“. Von da an war das Namenssponsoring Gang und Gebe. Hier nur ein Auszug interessanter Vereine: SSV Heinzelmann Reutlingen, TTC Pepsi Heusenstamm, Steiner Optik Bayreuth oder Super-Donic Berlin.

Die besten Legionäre

Samsonov, Waldner, Persson, Liu Gouliang, Korbl – die Liste ausländischer Weltklassespieler in der Bundesliga ist lang. Der erfolgreichste Legionär mit 277 Siegen ist Yang Jianhua, der viele Jahre Spieler und Trainer beim SV Plüderhausen war. Es folgen Chen Zhibin (271 Siege) und Andrzej Grubba (244). Zwischen 1978 und 1985 prägte zudem Desmond Douglas die Bundesliga. Der Brite mit jamaikanischen Wurzeln gewann mit Düsseldorf fünf Meistertitel. Hans Wilhelm Gäb persönlich hatte den damals noch „Exoten“ an den Rhein geholt. In seiner ersten Saison spielte er gleich die beste Bilanz der Liga.

Hexen, Haie und Wölfe

Ja, auch im Tischtennis gibt es Fanclubs. Mit die bekanntesten sind wohl die Grenzauer Brexbach-Haie und der Fanclub Borussia Düsseldorf. Und auch die Ochsenhausener Barockstiere trommeln und trompeten heute noch ihr Team nach vorne. Kreative Namen waren stets Programm: Früher gab es noch die Jülicher Rur-Hexer oder die Gansbach-Wölfe aus Gönnern. In 50 Jahren Bundesliga waren die Fans immer nur mit Pauken und Trommeln bewaffnet – Gewalt und Pöbeleien dabei die absolute Ausnahme.

Früher war alles besser?

„Wir haben früher für ein Abendessen gespielt, nach Geld hat da niemand gefragt“, erzählt Wilfried Lieck gerne. Die Bundesliga war am Anfang ein reiner Amateurbetrieb ohne Trainer, teils mit ausgiebiger Sommerpause. „Wir sind früher immer ein Bierchen trinken gegangen nach dem Spiel“, weiß auch Eberhard Schöler und pro Auswärtsspiel hätte es fünf Mark gegeben. Heute ist die Bundesliga ein professioneller Spielbetrieb. Bierchen gibt es nicht mehr so viele, dafür können die Spieler von ihrem Verdienst leben.

Headerbild: BeLa-Sportfoto

 

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