ZWEITES DUELL AM SAMSTAG: OCHSENHAUSEN WILL REVANCHE GEGEN SAARBRÜCKEN



Nach der knappen Niederlage im ersten Halbfinal-Duell der Tischtennis Bundesliga (TTBL) wollen die TTF Liebherr Ochsenhausen am Samstag Revanche. Ab 19 Uhr ist der 1. FC Saarbrücken TT zu Gast, mit einem Sieg möchte der Champion von 2019 das dritte Spiel erzwingen. Saarbrücken dagegen hat den Einzug in das Liebherr TTBL-Finale im Visier.

Darko Jorgic

Darko Jorgic legte am Donnerstag ein starkes Comeback hin und bezwang Hugo Calderano mit 3:2. (Foto: BeLa Sportfoto)

Was wäre gewesen, wenn … – Diese Wendung dürfte den Spielern und Verantwortlichen der TTF Liebherr Ochsenhausen am späten Donnerstagabend des Öfteren durch den Kopf gegangen sein. Wenn Samuel Kulczycki einen seiner beiden Matchbälle gegen Patrick Franziska genutzt hätte. Wenn Hugo Calderano eine seiner deutlichen Führungen gegen Darko Jorgic ins Ziel gebracht hätte. Aber: Es kam nun einmal anders, mit 3:2 nach anfänglichem 0:2-Rückstand feierte stattdessen der 1. FC Saarbrücken TT den zwischenzeitlich kaum noch für möglich gehaltenen Auftaktsieg in der Best-of-3-Halbfinalserie der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

Mit entsprechend gestärktem Selbstvertrauen wird der Titelverteidiger in das zweite Duell mit den TTF am morgigen Samstag gehen. Mit einem erneuten Sieg würde Saarbrücken den Sprung in das Liebherr TTBL-Finale schaffen, wo bereits Borussia Düsseldorf wartet. Ochsenhausen möchte das dritte Spiel erzwingen, das am kommenden Montag, 12. April, stattfinden würde. Die Höhe des Ergebnisses spielt am Samstag übrigens keine Rolle.

Jorgic: „Es wird sicherlich erneut schwer“

Von einem „verrückten Spiel“ sprach bereits am Donnerstagabend Saarbrückens Darko Jorgic. Zweimal hatte der Slowene zuvor einen Rückstand gegen Calderano aufgeholt und das Spitzeneinzel schließlich mit 3:2 gewonnen. Anschließend sorgte das Doppel Patrick Franziska/Shang Kun für den Erfolg des FCS; auf Position drei hatte zudem Franziska sein Einzel gegen Kulczycki gewonnen, auch diese Matches endeten je 3:2. „Jetzt freuen wir uns auf Samstag – es wird sicherlich erneut schwer, aber wir hoffen auf einen weiteren Erfolg“, ergänzte Jorgic.

Und Ochsenhausen? So ärgerlich die Niederlage für die TTF war, so viel Mut durften sie auch aus den Duellen ziehen. In den ersten beiden Einzeln nämlich zeigten sich Gauzy und Calderano in Top-Form und fuhren gegen Jorgic beziehungsweise Shang jeweils einen 3:0-Erfolg ein. „Wir können es schaffen, ein drittes Spiel zu erzwingen, wenn die Jungs eine ähnlich gute Leistung wie heute abrufen und wieder mit ganz viel Kampfgeist auftreten“, stellte Ochsenhausen-Trainer Fu Yong daher fest.

Die Partie zwischen den TTF Liebherr Ochsenhausen und dem 1. FC Saarbrücken TT sehen Sie am Samstag ab 19 Uhr live und in HD im TTBL-TV und bei Tischtennis-Deutschland.TV.

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 46,9 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 38,3 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 1:3 (20,7 %)

Die Play-offs in der Übersicht

ASV Grünwettersbach – Borussia Düsseldorf 0:3
Wang Xi – Timo Boll 0:3 (6:11, 5:11, 8:11)
Dang Qiu – Anton Källberg 2:3 (11:9, 8:11, 7:11, 11:5, 9:11)
Deni Kozul – Kristian Karlsson 2:3 (8:11, 5:11, 11:9, 11:8, 13:15)

Borussia Düsseldorf – ASV Grünwettersbach 3:0
Anton Källberg – Dang Qiu 3:1 (21:19, 14:12, 5:11, 11:5)
Kristian Karlsson – Wang Xi 3:2 (11:6, 11:9, 5:11, 9:11, 11:7)
Timo Boll – Deni Kozul 3:0 (12:10, 11:3, 11:5)

1. FC Saarbrücken TT – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2
Darko Jorgic – Simon Gauzy 0:3 (8:11, 5:11, 6:11)
Shang Kun – Hugo Calderano 0:3 (10:12, 4:11, 7:11)
Patrick Franziska – Samuel Kulczycki 3:2 (11:5, 11:5, 7:11, 11:13, 14:12)
Darko Jorgic – Hugo Calderano 3:2 (6:11, 12:10, 2:11, 12:10, 11:9)
Patrick Franziska/Shang Kun – Simon Gauzy/Samuel Kulczycki 3:2 (8:11, 11:9, 7:11, 11:6, 11:9)

Samstag, 10. April, 19 Uhr
TTF Liebherr Ochsenhausen – 1. FC Saarbrücken TT

ggf. Montag, 12. April, 19 Uhr
1. FC Saarbrücken TT – TTF Liebherr Ochsenhausen

* Weitere Informationen zu den von Data Analyst Tim Scheffczyk (M. Sc. VWL) ermittelten Werten finden Sie hier

Beitragsbild oben: Hugo Calderano (Foto: BeLa Sportfoto)