NEU-ULM SCHLÄGT BERGNEUSTADT OHNE GEGENPUNKT



Nur zwei Tage nach dem Sturz auf Rang fünf ist der TTC Neu-Ulm zurück auf einem Play-off-Platz. Mit 3:0 setzten sich die Schwaben am Sonntag im Verfolgerduell gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt durch und verbesserten sich damit auf Rang vier der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

Benedikt Duda

Benedikt Duda und der TTC Schwalbe Bergneustadt kommen 2021 noch nicht ins Rollen, das 0:3 in Neu-Ulm war die dritte Niederlage in der TTBL im dritten Rückrundenspiel. (Foto: Frederik Duda)

Viel enger hätte es vor dem 14. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) kaum zugehen können, gleich fünf Teams traten am Sonntag schließlich mit einem Punktekonto von jeweils 16:10 an die Tische, um einen Play-off-Platz zu erobern beziehungsweise zu verteidigen. Zum direkten Duell kam es dabei zwischen dem TTC Neu-Ulm und dem TTC Schwalbe Bergneustadt, die beide am Freitag aus den Top vier gefallen waren. Das bessere Ende hatten am Sonntag die Schwaben für sich: Neu-Ulm schob sich dank des 3:0-Erfolgs am TSV Bad Königshofen vorbei mit nun 18:10 Punkten auf den vierten Tabellenrang.

„Ich bin etwas sprachlos – und irgendwie auch froh, dass wir nicht erneut im fünften Satz des Doppels verloren haben“, sagte Bergneustadts Manager Heinz Duda, für dessen Team es die dritte Niederlage im dritten TTBL-Spiel des Jahres war. Gegen den ASV Grünwettersbach und den TSV Bad Königshofen hatte Bergneustadt jeweils im Doppel verloren, ebenso im Pokal-Halbfinale gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen. Mit 16:12 Punkten steht der TTC Schwalbe nur noch auf Platz sieben. „Wir waren heute überhaupt nicht konzentriert“, ergänzte Duda. „Ich hoffe, es war ein Weckruf für die Mannschaft.“

Apolonia: „War das perfekte Spiel“

Zwei Faktoren waren ausschlaggebend für den deutlichen Erfolg Neu-Ulms: das Break von Tiago Apolonia und das weiterhin steigende Selbstbewusstsein von Vladimir Sidorenko. Nach dem erwarteten Auftaktsieg von Emmanuel Lebesson, der Stefan Fegerl mit 3:0 (12:10, 11:2, 11:5) schlug, bekam es Apolonia mit Benedikt Duda zu tun und löste diese Aufgabe mit Bravour. Nach zwei relativ klaren Sätzen zugunsten des Portugiesen marschierte Duda im dritten Satz zum 1:2-Anschluss. Eine 7:3-Führung resultierte in mehreren Satzbällen des 26-Jährigen. Apolonia zwang Duda jedoch in die Verlängerung und nutzte dort seinen dritten Matchball zum 3:0 (11:8, 11:6, 16:14).

Auf Position drei kam im Anschluss Sidorenko zum Einsatz und nahm sich offenbar ein Beispiel an Apolonia. Dank der 2:0-Führung des Teams und seiner 6:6-Saisonbilanz mit reichlich Selbstvertrauen ausgestattet, kämpfte sich der 18-Jährige gegen Alvaro Robles sowohl im zweiten als auch im dritten Satz nach teils deutlichem Rückstand zurück. Am Ende standen für Sidorenko ein ebenfalls makelloser 3:0 (15:13, 11:8, 12:10)-Erfolg und damit sein siebter Saisonsieg. „Es war das perfekte Spiel für die gesamte Mannschaft“, sagte Apolonia im Anschluss. „Nach der Niederlage gegen Mühlhausen hatten wir uns sehr, sehr gut vorbereitet. Und das hat sich zum Glück ausgezahlt.“

Der 14. Spieltag in der Übersicht

TTF Liebherr Ochsenhausen – Post SV Mühlhausen 3:1
Hugo Calderano – Lubomir Jancarik 3:1 (11:5, 9:11, 11:7, 11:7)
Simon Gauzy – Daniel Habesohn 3:1 (11:6, 11:1, 5:11, 11:5)
Kanak Jha – Ovidiu Ionescu 0:3 (5:11, 6:11, 8:11)
Hugo Calderano – Daniel Habesohn 3:0 (11:9, 12:10, 13:11)

SV Werder Bremen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:1
Mattias Falck – Fan Bo Meng 3:0 (11:4, 11:5, 11:8)
Kirill Gerassimenko – Ruwen Filus 3:0 (11:9, 11:6, 11:9)
Hunor Szöcs – Quadri Aruna 0:3 (8:11, 12:14, 7:11)
Mattias Falck – Ruwen Filus 3:0 (11:8, 11:7, 14:12)

TTC Neu-Ulm – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:0
Emmanuel Lebesson – Stefan Fegerl 3:0 (12:10, 11:2, 11:5)
Tiago Apolonia – Benedikt Duda 3:0 (11:8, 11:6, 16:14)
Vladimir Sidorenko – Alvaro Robles 3:0 (15:13, 11:8, 12:10)

TSV Bad Königshofen – Borussia Düsseldorf 1:3
Bastian Steger – Ricardo Walther 3:0 (11:5, 11:9, 11:5)
Kilian Ort – Timo Boll 2:3 (11:8, 7:11, 2:11, 11:7, 7:11)
Filip Zeljko – Kristian Karlsson 1:3 (8:11, 5:11, 11:8, 6:11)
Bastian Steger – Timo Boll 1:3 (12:10, 3:11, 8:11, 5:11)

ASV Grünwettersbach – TTC Zugbrücke Grenzau 3:0
Dang Qiu – Aleksandar Karakasevic 3:1 (11:3, 12:14, 11:4, 11:9)
Deni Kozul – Ioannis Sgouropoulos 3:1 (11:9, 11:13, 11:7, 11:9)
Wang Xi – Cristian Pletea 3:0 (11:2, 11:8, 11:8)

TTC OE Bad Homburg – 1. FC Saarbrücken TT 1:3
Rares Sipos – Shang Kun 0:3 (11:13, 10:12, 8:11)
Maksim Grebnev – Darko Jorgic 3:1 (11:4, 8:11, 11:7, 14:12)
Lev Katsman – Patrick Franziska 0:3 (11:13, 8:11, 11:13)
Rares Sipos – Darko Jorgic 2:3 (9:11, 11:7, 6:11, 11:7, 6:11)

Beitragsbild oben: Tiago Apolonia (Foto: BeLa Sportfoto)