ERSTER TTBL-SIEG DES JAHRES: OCHSENHAUSEN SCHLÄGT MÜHLHAUSEN



Im vierten Anlauf ist den TTF Liebherr Ochsenhausen der erste Sieg in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) im neuen Jahr geglückt. Vier Tage nach der 2:3-Hinspielniederlage setzte sich der Double-Gewinner von 2019 am Sonntag mit 3:1 gegen den Post SV Mühlhausen durch.

Daniel Habesohn

Am Freitag hatte Daniel Habesohn zweimal gewonnen, am Sonntag blieb er glücklos und unterlag sowohl Simon Gauzy als auch Hugo Calderano. (Foto: Christian Habel)

Deutlich gewachsen war der Druck auf die TTF Liebherr Ochsenhausen zuletzt angesichts von vier Niederlagen in Serie in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Gegen den Post SV Mühlhausen schickte Trainer Yong Fu daher am Sonntag seine mutmaßlich beste Formation ins Rennen – und wurde dafür belohnt. Dank des 3:1-Erfolgs verteidigte Ochsenhausen den dritten Tabellenrang und liegt mit 18:10 Zählern nun zwei Punkte vor Rang fünf. Erst am Mittwoch hatte Ochsenhausen das Hinspiel in Mühlhausen mit 2:3 verloren; weitere Niederlagen in der TTBL gab es in Bad Königshofen (1:3) und Saarbrücken (0:3) sowie, zum Abschluss des Jahres 2020, in Düsseldorf (1:3).

„Wir hatten längere Zeit nicht gewonnen, daher war dieses Spiel sehr wichtig für uns“, sagte Hugo Calderano nach dem neunten Saisonsieg Ochsenhausens. „Sehr zufrieden“ zeigte sich auch Simon Gauzy und ergänzte: „Wir haben heute stark gespielt. Der Sieg ist sehr wichtig für unser Selbstvertrauen.“

Calderano punktet doppelt

Matchwinner für Ochsenhausen war Hugo Calderano. Der Weltranglisten-Sechste, der in den vergangenen Wochen mit einem kleineren Formtief zu kämpfen hatte, zeigte sich am Sonntag von seiner besten Seite und steuerte zwei relativ ungefährdete Siege bei. Gegen Lubomir Jancarik im Auftakteinzel holte Calderano ein 3:1 (11:5, 9:11, 11:7, 11:7), im Spitzeneinzel machte er rund anderthalb Stunden später durch sein 3:0 (11:9, 12:10, 13:11) gegen Daniel Habesohn alles klar, nachdem er zuvor die ersten drei Matchbälle vergeben hatte. „Ich bin sehr froh, dass ich mein Niveau heute abrufen konnte“, sagte Calderano zu seinen Auftritten.

Ebenfalls gegen Habesohn war Simon Gauzy erfolgreich, der mit 3:1 (11:6, 11:1, 5:11, 11:5) das Break schaffte und seine Einzelbilanz auf 17:4 verbesserte. Erst am Freitag war Habesohn mit Siegen gegen Neu-Ulms Sidorenko und Lebesson zum Schlüsselspieler für Mühlhausen geworden. In starker Verfassung zeigte sich dagegen für den Post SV erneut Ovidiu Ionescu. Der 31-Jährige, der im Hinspiel gegen Ochsenhausen den Unterschied gemacht hatte, holte auf Position drei ein 3:0 (11:5, 11:6, 11:8) gegen Kanak Jha.

Schreyer: „Ochsenhausen hat verdient gewonnen“

„‚Ovi‘ hat uns zurück ins Spiel gebracht“, sagte Mühlhausens Trainer Erik Schreyer, „im Spitzeneinzel ging dann jeder Satz mit zwei Punkten Unterschied weg. Ich hätte gerne noch das Doppel gesehen. Aber unter dem Strich war Ochsenhausen heute sehr konzentriert und hat verdient gewonnen.“ Der Post SV, der dank der Siege gegen Ochsenhausen und Neu-Ulm (3:1) zwischenzeitlich wieder Hoffnung im Play-off-Rennen geschnuppert hatte, steht mit 14:12 Punkten auf Platz acht und liegt nun vier Zähler hinter dem viertplatzierten TTC Neu-Ulm.

Der 14. Spieltag in der Übersicht

TTF Liebherr Ochsenhausen – Post SV Mühlhausen 3:1
Hugo Calderano – Lubomir Jancarik 3:1 (11:5, 9:11, 11:7, 11:7)
Simon Gauzy – Daniel Habesohn 3:1 (11:6, 11:1, 5:11, 11:5)
Kanak Jha – Ovidiu Ionescu 0:3 (5:11, 6:11, 8:11)
Hugo Calderano – Daniel Habesohn 3:0 (11:9, 12:10, 13:11)

SV Werder Bremen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:1
Mattias Falck – Fan Bo Meng 3:0 (11:4, 11:5, 11:8)
Kirill Gerassimenko – Ruwen Filus 3:0 (11:9, 11:6, 11:9)
Hunor Szöcs – Quadri Aruna 0:3 (8:11, 12:14, 7:11)
Mattias Falck – Ruwen Filus 3:0 (11:8, 11:7, 14:12)

TTC Neu-Ulm – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:0
Emmanuel Lebesson – Stefan Fegerl 3:0 (12:10, 11:2, 11:5)
Tiago Apolonia – Benedikt Duda 3:0 (11:8, 11:6, 16:14)
Vladimir Sidorenko – Alvaro Robles 3:0 (15:13, 11:8, 12:10)

TSV Bad Königshofen – Borussia Düsseldorf 1:3
Bastian Steger – Ricardo Walther 3:0 (11:5, 11:9, 11:5)
Kilian Ort – Timo Boll 2:3 (11:8, 7:11, 2:11, 11:7, 7:11)
Filip Zeljko – Kristian Karlsson 1:3 (8:11, 5:11, 11:8, 6:11)
Bastian Steger – Timo Boll 1:3 (12:10, 3:11, 8:11, 5:11)

ASV Grünwettersbach – TTC Zugbrücke Grenzau 3:0
Dang Qiu – Aleksandar Karakasevic 3:1 (11:3, 12:14, 11:4, 11:9)
Deni Kozul – Ioannis Sgouropoulos 3:1 (11:9, 11:13, 11:7, 11:9)
Wang Xi – Cristian Pletea 3:0 (11:2, 11:8, 11:8)

TTC OE Bad Homburg – 1. FC Saarbrücken TT 1:3
Rares Sipos – Shang Kun 0:3 (11:13, 10:12, 8:11)
Maksim Grebnev – Darko Jorgic 3:1 (11:4, 8:11, 11:7, 14:12)
Lev Katsman – Patrick Franziska 0:3 (11:13, 8:11, 11:13)
Rares Sipos – Darko Jorgic 2:3 (9:11, 11:7, 6:11, 11:7, 6:11)

Beitragsbild oben: Hugo Calderano (Foto: BeLa Sportfoto)