STEGER GEKNACKT: GRÜNWETTERSBACH VERTEIDIGT DEN VIERTEN PLATZ



Der ASV Grünwettersbach bleibt auf Play-off-Kurs in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Durch ein 3:1 gegen den TSV Bad Königshofen verteidigten die Badener am Sonntag den vierten Platz und dürfen schon jetzt auf die beste Saison der Vereinsgeschichte zurückblicken.

Kilian Ort

Kilian Ort drehte einen 0:2-Satzrückstand gegen Deni Kozul. (Foto: Hermann Zacher)

„Ein bisschen sprachlos“ zeigte sich Dang Qiu am Sonntagabend und ergänzte: „Besser hätte es nicht für uns laufen können.“ Sein ASV Grünwettersbach nämlich wehrte am 19. Spieltag den Angriff des TSV Bad Königshofen mit einem 3:1-Erfolg ab und verteidigte den vierten Tabellenplatz der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Nur zwei Spiele trennen die Badener jetzt noch von der ersten Play-off-Teilnahme der Vereinsgeschichte: Am Dienstag treten sie bei Borussia Düsseldorf an, zum Hauptrunden-Abschluss geht es gegen den Post SV Mühlhausen. „Es war ein Spiel auf des Messers Schneide. Heute war das Quäntchen Glück auf unserer Seite“, ergänzte Qiu.

Mit 24:16 Punkten baute Grünwettersbach den Vorsprung auf die Verfolger aus: Der TTC Neu-Ulm steht mit 22:18 auf Platz fünf, dahinter folgen Bad Königshofen und Mühlhausen, die jeweils 22:20 Punkte und nur noch eine Partie zu absolvieren haben. Die Unterfranken treffen zum Abschluss der Hauptrunde auf Neu-Ulm. „Beide Mannschaften haben heute alles gegeben, aber der ASV hat letztlich verdient gewonnen“, anerkannte Bad Königshofens Kilian Ort.

Qiu und Wang schlagen Steger

Ausschlaggebend für den Grünwettersbacher Erfolg waren die Siege gegen Bastian Steger. Zunächst gelang dies Qiu: Der 24-Jährige, der den ASV nach der Saison verlässt und zu Borussia Düsseldorf wechselt, lag zwischenzeitlich mit 1:2 Sätzen hinten, schüttelte den Rückstand aber ab und gewann schließlich 3:2 (11:7, 7:11, 6:11, 11:7, 11:2). „Im zweiten und dritten Satz hat er mich überrollt“, sagte Qiu im Anschluss. „Danach habe ich mehr riskiert, das hat sich zum Glück ausgezahlt.“

Da zuvor Wang Xi das Auftakteinzel mit 3:1 (14:12, 11:7, 7:11, 11:5) gegen Abdel-Kader Salifou gewonnen hatte, ging der ASV mit einer 2:0-Führung in die Pause. Bei der 1:3-Niederlage im Hinspiel hatte Wang noch mit 2:3 gegen Salifou verloren. Anschließend hätte Deni Kozul alles klarmachen können für Grünwettersbach, ging nach 2:0-Satzführung aber zu großes Risiko und unterlag schließlich Ort mit 2:3 (11:8, 11:7, 9:11, 9:11, 2:11). Im Spitzeneinzel fuhr dann aber auch Wang einen Erfolg gegen Steger ein, durch das 3:1 (9:11, 13:11, 14:12, 11:8) des 37-Jährigen dürfen die Badener weiter vom Sprung unter die letzten vier träumen.

Der 19. Spieltag in der Übersicht

Borussia Düsseldorf – Post SV Mühlhausen 3:1
Anton Källberg – Daniel Habesohn 3:0 (11:4, 11:7, 11:6)
Ricardo Walther – Steffen Mengel 3:0 (12:10, 11:7, 11:8)
Kristian Karlsson – Ovidiu Ionescu 0:3 (9:11, 5:11, 9:11)
Anton Källberg – Steffen Mengel 3:2 (10:12, 11:2, 12:10, 9:11, 11:5)

TTC Neu-Ulm – TTC Zugbrücke Grenzau 3:0
Tiago Apolonia – Robin Devos 3:1 (11:9, 9:11, 11:3, 11:7)
Emmanuel Lebesson – Cristian Pletea 3:0 (12:10, 11:4, 11:8)
Vladimir Sidorenko – Ioannis Sgouropoulos 3:0 (12:10, 11:7, 11:5)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTF Liebherr Ochsenhausen 2:3
Ruwen Filus – Samuel Kulczycki 3:1 (11:8, 8:11, 11:5, 11:5)
Benno Oehme – Simon Gauzy 0:3 (5:11, 5:11, 8:11)
Fan Bo Meng – Kanak Jha 3:0 (11:5, 11:8, 11:2)
Ruwen Filus – Simon Gauzy 0:3 (20:22, 8:11, 7:11)
Fan Bo Meng/Benno Oehme – Samuel Kulczycki/Maciej Kubik 1:3 (6:11, 7:11, 11:7, 6:11)

ASV Grünwettersbach – TSV Bad Königshofen 3:1
Wang Xi – Abdel-Kader Salifou 3:1 (14:12, 11:7, 7:11, 11:5)
Dang Qiu – Bastian Steger 3:2 (11:7, 7:11, 6:11, 11:7, 11:2)
Deni Kozul – Kilian Ort 2:3 (11:8, 11:7, 9:11, 9:11, 2:11)
Wang Xi – Bastian Steger 3:1 (9:11, 13:11, 14:12, 11:8)

TTC Schwalbe Bergneustadt – 1. FC Saarbrücken TT 0:3
Alvaro Robles – Shang Kun 2:3 (11:9, 11:9, 9:11, 10:12, 8:11)
Benedikt Duda – Darko Jorgic 0:3 (6:11, 9:11, 4:11)
Alberto Miño – Patrick Franziska 1:3 (11:7, 11:13, 4:11, 8:11)

TTC OE Bad Homburg – SV Werder Bremen 1:3
Rares Sipos – Marcelo Aguirre 3:0 (11:4, 13:11, 11:8)
Lev Katsman – Mattias Falck 1:3 (11:4, 8:11, 4:11, 5:11)
Maksim Grebnev – Kirill Gerassimenko 1:3 (7:11, 11:8, 3:11, 9:11)
Rares Sipos – Mattias Falck 1:3 (11:6, 9:11, 10:12, 3:11)

Beitragsbild oben: Wang Xi (Foto: BeLa Sportfoto)