MÜHLHAUSEN FEIERT KLAREN ERFOLG IN BAD HOMBURG



Mit einem deutlichen Sieg hat der Post SV Mühlhausen am Sonntag zur oberen Tabellenhälfte der Tischtennis Bundesliga (TTBL) aufgeschlossen. Mit 3:0 setzten sich die Thüringer beim TTC OE Bad Homburg durch und liegen nun noch zwei Punkte hinter den Top vier. Die Hessen hingegen fielen zurück auf den letzten Platz.

Maksim Grebnev

Maksim Grebnev lieferte gegen Daniel Habesohn einen starken Auftritt, unterlag letztlich aber 1:3. (Foto: Ocliferius)

Durchaus zufrieden hatte sich Erik Schreyer zuletzt mit der Leistung in den vergangenen Spielen gezeigt, diese Feststellung aber mit einem Auftrag verbunden. „Wichtig wird sein, diese Leistungen auch gegen Gegner auf Augenhöhe abzurufen“, hatte der Trainer des Post SV Mühlhausen am vergangenen Dienstag nach dem 1:3 gegen Borussia Düsseldorf gesagt. Und seine Mannschaft ließ am Sonntag Taten folgen: In der vorgezogenen Begegnung des 20. Spieltags setzte sich Mühlhausen mit 3:0 beim TTC OE Bad Homburg durch und schloss damit wieder zur oberen Tabellenhälfte der Tischtennis Bundesliga (TTBL) auf. Mit 16:14 steht das Schreyer-Team zwar weiterhin auf Platz acht, aber nur noch zwei Zähler hinter dem viertplatzierten 1. FC Saarbrücken TT (18:10). „Wir hatten uns akribisch vorbereitet, schließlich war Bad Homburg gegen Saarbrücken und Neu-Ulm nah dran an der Sensation“, sagte Mühlhausens Steffen Mengel. „Wir waren zum Glück von Beginn an sehr fokussiert und haben eine gute Leistung gezeigt.“

Der TTC OE Bad Homburg hingegen fiel auf den letzten Tabellenrang zurück. Erst am Samstagabend waren die Hessen ohne eigenes Zutun auf Platz elf geklettert, da der TTC Zugbrücke Grenzau mit 0:3 bei den TTF Liebherr Ochsenhausen unterlag.  Allerdings: Bad Homburg hat bereits eine Partie mehr absolviert und in Sachen Spielverhältnis bislang die Nase knapp vorne gegenüber Grenzau. „Die Dinge wiederholen sich derzeit bei uns: Es fehlt nicht viel, aber in den entscheidenden Momenten machen wir den Sack nicht zu – und stehen am Ende mit leeren Händen da“, sagte der sportliche Leiter Bad Homburgs, Sven Rehde, konstatierte dem Team aber eine deutliche Entwicklung im bisherigen Saisonverlauf.

Jancarik schafft das Break

Entscheidend für den Spielverlauf war gleich das Auftakteinzel. Nach der starken Darbietung am Dienstag beim 2:3 beim TTC Neu-Ulm ging Bad Homburg mit Selbstbewusstsein in das Duell mit Mühlhausen, Lubomir Jancarik raubte den Hessen aber prompt den Schwung. Gegen Rares Sipos lag der 33-Jährige zwar im ersten Satz mit 1:6 zurück, holte sich aber zunächst diesen Satz und wenig später mit 3:1 (11:9, 9:11, 11:8, 13:11) das Break. „Rares war mehrfach am Drücker, aber wir haben die entscheidenden Punkte gemacht“, lobte Mengel den Teamkollegen. „Und ein bisschen Glück gehört auch dazu.“

Nach Jancariks Auftaktsieg wurde Daniel Habesohn seiner Favoritenstellung gegen Maksim Grebnev gerecht. Zwar hielt der Bad Homburger stark mit, in den entscheidenden Szenen gaben aber Kleinigkeiten den Ausschlag zugunsten Habesohns, der nach vier engen Sätzen mit 3:1 (11:9, 9:11, 11:9, 12:10) gewann. Zwei Sätze lang relativ leichtes Spiel hatte auf Position drei Ovidiu Ionescu mit Lev Katsman, ehe der dritte Satz plötzlich dramatisch wurde. In der Verlängerung wechselten immer wieder die Führungen, Katsman wehrte drei Matchbälle Ionescus ab, Ionescu zwei Satzbälle Katsmans – und seinen vierten Matchball nutzte der Rumäne schließlich zum 3:0 (11:3, 11:4, 16:14)-Erfolg, durch den der achte Saisonsieg Mühlhausens perfekt war.

Das TTBL-Wochenende in der Übersicht

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:0
Hugo Calderano – Cristian Pletea 3:1 (11:4, 2:11, 11:5, 11:6)
Simon Gauzy – Ioannis Sgouropoulos 3:0 (11:7, 11:6, 11:5)
Samuel Kulczycki – Aleksandar Karakasevic 3:2 (8:11, 11:8, 10:12, 11:7, 11:7)

TTC OE Bad Homburg – Post SV Mühlhausen 0:3
Rares Sipos – Lubomir Jancarik 1:3 (9:11, 11:9, 8:11, 11:13)
Maksim Grebnev – Daniel Habesohn 1:3 (9:11, 11:9, 9:11, 10:12)
Lev Katsman – Ovidiu Ionescu 0:3 (3:11, 4:11, 14:16)

TSV Bad Königshofen – SV Werder Bremen 1:3
Bastian Steger – Marcelo Aguirre 3:0 (11:9, 11:9, 12:10)
Filip Zeljko – Mattias Falck 0:3 (9:11, 8:11, 8:11)
Kilian Ort – Kirill Gerassimenko 1:3 (9:11, 8:11, 11:4, 9:11)
Bastian Steger – Mattias Falck 1:3 (6:11, 13:11, 8:11, 9:11)

Beitragsbild oben: Lubomir Jancarik (Foto: Christian Habel)