TROTZ 2:3 IN DÜSSELDORF: GRÜNWETTERSBACH WEITER AUF PLAY-OFF-KURS



Mit 2:3 hat der ASV Grünwettersbach am Dienstagabend bei Borussia Düsseldorf verloren, steht trotz der Niederlage aber weiter auf dem vierten Platz der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Nur ein Spiel trennt die Badener noch von der ersten Play-off-Teilnahme der Vereinsgeschichte.

Anton Källberg

Anton Källberg rang zunächst im Einzel Wang Xi nieder und behielt wenig später auch im Doppel mit Kristian Karlsson die Oberhand. (Foto: MaJo)

Die Play-off-Teilnahme ist für den ASV Grünwettersbach zum Greifen nah: Zwar unterlagen die Badener am Dienstagabend mit 2:3 bei Borussia Düsseldorf, stehen aber noch immer auf dem vierten Platz der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Grünwettersbach hat nun 24:18 Punkte auf dem Konto und damit genauso viele wie der TTC Neu-Ulm, der zeitgleich mit 3:0 gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell gewann. In Sachen Spielverhältnis hat der ASV mit 49:41 gegenüber Neu-Ulms 43:38 die Nase vorne. Zum Showdown um den vierten Platz kommt es am letzten Hauptrunden-Spieltag, dann empfängt Grünwettersbach den Post SV Mühlhausen, Neu-Ulm den TSV Bad Königshofen. Im Play-off-Halbfinale käme es zum Wiedersehen mit den Düsseldorfern, die den ersten Platz bereits sicher und nun 38:4 Punkte auf dem Konto haben.

„Unser Ziel war, möglichst ein oder zwei Punkte zu sammeln“, sagte ASV-Trainer Joachim Sekinger mit Blick auf die Tabellenkonstellation. „Die Liga ist unheimlich ausgeglichen. Jetzt müssen wir eben gegen Mühlhausen gewinnen, um in die Play-offs zu kommen.“ Borussia-Coach Danny Heister meinte: „Grünwettersbach hat eine starke Mannschaft, da muss man Leistung bringen. Ich bin zufrieden mit dem Sieg.“

Kozul schafft das Break gegen Walther

Nicht ausschließlich um Punkte ging es für den ASV am Dienstag, auch um Spiele – das Spielverhältnis nämlich könnte nach Hauptrunden-Abschluss den Ausschlag über die Platzierung geben, sollten zwei oder mehr Teams punktgleich sein. Entsprechend wichtig war gleich das Auftakteinzel für die Badener, das Deni Kozul mit 3:2 (13:11, 7:11, 13:11, 11:13, 11:5) gegen Ricardo Walther für sich entschied. Im ersten Satz trotzte er einem 2:8-Rückstand, im vierten vergab er seinen ersten Matchball, zog dann aber im fünften rasch über 5:0 auf 8:2 davon. Anschließend hätte beinahe Wang Xi nachgelegt: Gegen Anton Källberg wehrte der Deutsch-Chinese gleich fünf Matchbälle im vierten Satz ab und verbuchte im fünften sogar selbst einen. Der Sieg aber ging mit 3:2 (9:11, 11:7, 11:7, 10:12, 13:11) an Anton Källberg.

Etwas deutlicher liefen die weiteren beiden Einzel: Kristian Karlsson holte ein 3:0 (11:5, 11:6, 11:5) gegen Tobias Rasmussen und brachte Düsseldorf mit 2:1 in Führung, ehe Wang durch ein 3:1 (11:9, 11:7, 10:12, 11:6) gegen den angeschlagenen Walther ausglich. Bereits im ersten Einzel hatte der 29-Jährige eine Verletzungspause nehmen müssen. Mit dem 2:2 war das Etappenziel Grünwettersbachs geschafft – zu mehr reichte es allerdings nicht. Karlsson/Källberg holten im Doppel ein ungefährdetes 3:0 (11:6, 11:6, 11:4) gegen Rasmussen/Kozul.

Der 21. Spieltag in der Übersicht

TSV Bad Königshofen – SV Werder Bremen 1:3
Bastian Steger – Marcelo Aguirre 3:0 (11:9, 11:9, 12:10)
Filip Zeljko – Mattias Falck 0:3 (9:11, 8:11, 8:11)
Kilian Ort – Kirill Gerassimenko 1:3 (9:11, 8:11, 11:4, 9:11)
Bastian Steger – Mattias Falck 1:3 (6:11, 13:11, 8:11, 9:11)

TTC OE Bad Homburg – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3
Rares Sipos – Samuel Kulczycki 0:3 (11:13, 2:11, 6:11)
Maksim Grebnev – Simon Gauzy 0:3 (5:11, 12:14, 9:11)
Lev Katsman – Maciej Kubik 3:0 (11:7, 11:3, 11:9)
Nils Hohmeier – Simon Gauzy 0:3 (2:11, 5:11, 3:11)

Post SV Mühlhausen – 1. FC Saarbrücken TT 1:3
Lubomir Jancarik – Shang Kun 0:3 (7:11, 5:11, 5:11)
Steffen Mengel – Darko Jorgic 2:3 (7:11, 9:11, 11:5, 11:9, 8:11)
Ovidiu Ionescu – Patrick Franziska 3:0 (11:7, 11:9, 11:4)
Lubomir Jancarik – Darko Jorgic 1:3 (8:11, 6:11, 11:9, 11:13)

Borussia Düsseldorf – ASV Grünwettersbach 3:2
Ricardo Walther – Deni Kozul 2:3 (11:13, 11:7, 11:13, 13:11, 5:11)
Anton Källberg – Wang Xi 3:2 (9:11, 11:7, 11:7, 10:12, 13:11)
Kristian Karlsson – Tobias Rasmussen 3:0 (11:5, 11:6, 11:5)
Ricardo Walther – Wang Xi 1:3 (9:11, 7:11, 12:10, 6:11)
Kristian Karlsson/Anton Källberg – Tobias Rasmussen/Deni Kozul 3:0 (11:6, 11:6, 11:4)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTC Schwalbe Bergneustadt 2:3
Robin Devos – Alberto Miño 3:1 (12:10, 11:1, 9:11, 11:8)
Tobias Sältzer – Benedikt Duda 0:3 (6:11, 5:11, 3:11)
Ioannis Sgouropoulos – Alvaro Robles 0:3 (11:13, 9:11, 5:11)
Robin Devos – Benedikt Duda 3:0 (11:8, 11:9, 11:9)
Tobias Sältzer/Ioannis Sgouropoulos – Alvaro Robles/Alberto Miño 1:3 (7:11, 10:12, 11:2, 7:11)

TTC Neu-Ulm – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:0
Tiago Apolonia – Benno Oehme 3:2 (11:7, 13:15, 11:9, 11:13, 11:8)
Emmanuel Lebesson – Ruwen Filus 3:0 (15:13, 11:6, 11:5)
Vladimir Sidorenko – Fan Bo Meng 3:2 (11:6, 11:7, 10:12, 8:11, 11:3)

Beitragsbild oben: Deni Kozul (Foto: BeLa Sportfoto)