DÜSSELDORF MASTERS: TIMO BOLL GEWINNT PREMIERE



Timo Boll hat das erste Turnier der Düsseldorf Masters gewonnen. Im Finale setzte sich der Superstar von Borussia Düsseldorf mit 3:1 gegen Steffen Mengel durch. Das Fazit der ersten Ausgabe der Düsseldorf Masters fiel bei Veranstaltern und Spielern gleichermaßen positiv aus.

Steffen Mengel

Steffen Mengel kämpfte sich ins Finale, unterlag dort aber 1:3 gegen Timo Boll. (Foto: BeLa Sportfoto)

„Es war ein gutes Finale, ‚Menzi‘ hat viel Gegenwehr geleistet. Es war ein gutes Niveau, es waren ein paar hochklassige Bälle dabei“, sagte Timo Boll nach seinem Finalsieg bei den Düsseldorf Masters. Mit 3:1 hatte der Ausnamespieler von Borussia Düsseldorf zuvor Steffen Mengel bezwungen, der in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) für den Post SV Mühlhausen spielt. Zahlreiche spektakuläre Ballwechsel hatten die Zuschauer im Stream sehen dürfen, gegen Mengel musste Boll sein bestes Tischtennis auspacken, um sich als erster Sieger der Düsseldorf Masters zu küren. Trotz der fehlenden Wettkämpfe in den vergangenen Monaten zeigten sich beide Finalisten in verblüffend guter Form, letztendlich setzte sich Boll in vier umkämpften Sätzen durch.

„Ich musste mich echt ins Zeug legen, um das Spiel nach Hause zu bringen. Ich bin sehr happy mit dem ersten Wettkampf seit langer Zeit“, sagte Boll. Steffen Mengel meinte nach seiner Finalniederlage: „Timo hat gut gespielt. Ich glaube, es war ein ganz ansehnliches Spiel. Im Großen und Ganzen hatte ich meine Chance im ersten Satz, in dem Timo hinten war und die Hand gewechselt hat. Es gab ein, zwei Bälle, die auch für mich hätten laufen können. Am Ende hat Timo wirklich stark gespielt und verdient gewonnen.“

Acht Spieler aus der TTBL dabei

In den vorhergegangenen Runden hatte sich Boll gegen zwei Düsseldorfer Mannschaftskollegen durchgesetzt: im Viertelfinale gegen Anton Källberg mit 3:1, im Halbfinale gegen Kristian Karlsson erneut mit 3:1. Mengel hatte durchaus überraschend im Viertelfinale mit 3:0 gegen Benedikt Duda vom TTC Schwalbe Bergneustadt und anschließend im Halbfinale mit 3:1 gegen Dang Qiu vom ASV Grünwettersbach gewonnen. Qiu wiederum hatte zuvor mit Dimitrij Ovtcharov einen der Mitfavoriten durch seinen 3:2-Sieg eliminiert. Mit Alberto Miño (TTC Schwalbe Bergneustadt) und Fan Bo Meng (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell) waren bei der Erstauflage zwei weitere Spieler dabei, die in der kommenden Saison in der TTBL zu sehen sein werden.

Nach der ersten Ausgabe der Düsseldorf Masters führt Timo Boll die Gesamtwertung mit 50 Punkten an. Steffen Mengel bekommt für den zweiten Platz 30, die beiden Halbfinalisten Dang Qiu und Kristian Karlsson jeweils 20 Punkte. Für die Viertelfinalisten gibt es je 10, für die Verlierer der ersten Runde jeweils 5 Punkte. Die fünf Punktbesten der Serie qualifizieren sich für das große Finale. Die zweite Ausgabe wird in der kommenden Woche am Montag und Dienstag, 8. und 9. Juni, im ARAG CenterCourt in Düsseldorf stattfinden und erneut live im Stream ab 9.30 Uhr auf Sportdeutschland.TV zu sehen sein.

Dang Qiu

Dang Qiu sorgte durch sein 3:2 gegen Dimitrij Ovtcharov für eine der großen Überraschungen bei den Düsseldorf Masters. (Foto: BeLa Sportfoto)

Preuß: „Haben ein tolles Format entwickelt“

Zufrieden mit der Erstauflage zeigte sich Andreas Preuß: „Das war eine absolut gelungene Veranstaltung. Nach der langen Wettkampfpause muss sich erst alles wieder finden, aber ich bin mit dem Ablauf und der gesamten Durchführung sehr zufrieden“, sagte der Borussia-Manager. „Auch das sportliche Niveau war vor allem am zweiten Tag erstaunlich gut. Ich denke, dass wir mit dieser Turnierserie zusammen mit dem DTTB ein tolles Format entwickelt haben.“

Ins Leben gerufen wurden die Düsseldorf Masters von Borussia Düsseldorf, um den Spielern der Trainingsgruppe zu Wettkampfpraxis zu verhelfen. Drei Monate lang soll die Turnierserie jeweils zu Wochenbeginn stattfinden: bei den ersten zwei Auflagen als Zwei-Tages-, anschließend als Drei-Tages-Format.  Bis zu 16 Teilnehmer kämpfen jeweils im K.o.-Modus um die Platzierungen und um Punkte, um sich für die das anschließend stattfindende große Finale zu qualifizieren. „Die Düsseldorf Masters sind eine großartige Möglichkeit, nach wochenlanger Trainingsphase nun wieder regelmäßig Wettkämpfe zu spielen, die für die Entwicklung und den Formaufbau unerlässlich sind“, hatte Bundestrainer Jörg Roßkopf bereits vor der ersten Auflage gesagt.

 

Beitragsbild oben: Timo Boll (Foto: Hansruedi Lüthi)