EUROPE TOP 16: BOLL SIEGT ZUM SIEBTEN MAL



Timo Boll hat das Europe Top 16 gewonnen: Mit seinem 4:1-Erfolg gegen Darko Jorgic sicherte sich der 38-Jährige den siebten Erfolg bei dem Turnier. Auch andere Spieler aus der Tischtennis Bundesliga (TTBL) zeigten in Montreux gute Leistungen.

Darko Jorgic

Darko Jorgic war die große Überraschung beim Europe Top 16, der Slowene vom 1. FC Saarbrücken TT marschierte bis ins Finale. (Foto: ITTF)

Als einer der Favoriten war Timo Boll am Wochenende in das Europe Top 16 gestartet, und dieser Rolle wurde der Spitzenspieler von Borussia Düsseldorf souverän gerecht. Auf einen 4:1 (8:11, 11:9, 11:9, 11:4, 12:10)-Sieg gegen seinen Teamkollegen Kristian Karlsson folgten weitere Erfolge gegen Liam Pitchford (11:4, 11:7, 11:8, 11:7) und Robert Gardos (12:10, 11:8, 7:11, 11:6, 11:5) sowie schließlich im Finale gegen Darko Jorgic. Gegen den 21 Jahre alten Slowenen unterlag Boll im ersten Satz mit 8:11, dominierte anschließend aber das Match und holte die anschließenden vier Sätze mit 12:10, 11:5, 11:7, 11:9 zum 4:1-Sieg. „Er verfügt über die Mittel, um mich zu bezwingen, deshalb habe ich mir vor dem Match schon ein paar Sorgen gemacht“, sagte Boll, der mit dem siebten Erfolg bei dem Turnier der europäischen Besten nun Rekordchampion ist. Ebenso häufig siegte nur Jan-Ove Waldner. „Ich habe aber sehr gut gespielt, wie überhaupt das ganze Turnier über“, ergänzte Boll. „Es freut mich, dass ich gegen vier Gegner mit ganz unterschiedlichen Systemen gewinnen konnte.“

Jorgic, der in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) für den 1. FC Saarbrücken TT spielt, hatte vor der Endspiel-Niederlage einen nicht minder beeindruckenden Weg durch den Turnierbaum genommen. Zum Auftakt gab es einen überraschend deutlichen Erfolg gegen Vladimir Samsonov mit 4:1 (8:11, 11:4, 11:9, 11:7, 12:10). „Es war entscheidend, mental stark zu bleiben“, sagte Jorgic anschließend der ITTF. „Du musst zu jedem Zeitpunkt hochkonzentriert sein.“ Es folgten Erfolge im Viertelfinale gegen Wang Yang mit 4:1 (11:7, 11:8, 12:10, 6:11, 22:20) und anschließend im Halbfinale gegen Tomislav Pucar mit einem weiteren 4:1 (4:11, 11:1, 13:11, 15:13, 11:8).

Falck scheitert im Viertelfinale

Pucar, der den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell nach der laufenden Saison verlässt und durch Quadri Aruna ersetzt wird, hatte im Achtelfinale vom krankheitsbedingten Ausscheiden des Titelverteidigers Dimitrij Ovtcharov profitiert, ehe er im Viertelfinale Marcos Freitas mit 4:2 (4:11, 11:9, 7:11, 11:6, 16:14, 14:12) besiegte.

Bis ins Viertelfinale ging es für Mattias Falck: Der Schwede vom SV Werder Bremen schied nach einem 4:2 (3:11, 13:11, 12:10, 11:6, 7:11, 14:12) gegen Emmanuel Lebesson mit 2:4 (8:11, 11:9, 11:6, 9:11, 5:11, 8:11) gegen Gardos aus. Das Aus im Achtelfinale gab es für Simon Gauzy (TTF Liebherr Ochsenhausen; 3:4 gegen Wang) und Daniel Habesohn (Post SV Mühlhausen; 0:4 gegen Freitas).

 

Beitragsfoto oben: Timo Boll (Foto: ITTF)