FEDERER UND CO.: DIE IDOLE DER TTBL-STARS



Zu wem schauen die Stars der Tischtennis Bundesliga (TTBL) auf? Ein Blick in die Fragebögen zeigt: Vor allem Tennisspieler stehen hoch im Kurs. Der Schweizer Roger Federer wird am häufigsten genannt, sein spanischer Konkurrent Rafael Nadal muss sich hinten anstellen. Vorbilder kommen jedoch auch aus der eigenen Sportart.

Für viele Menschen – vor allem für all jene, die etwas für den Tischtennissport übrig haben – sind sie selbst Idole: die Stars der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Allen voran natürlich Deutschlands erfolgreichster Spieler Timo Boll (Düsseldorf). Doch zu welchen Sportlern und berühmten Persönlichkeiten schauen die Athleten selbst auf? Wer inspiriert sie? Die zu Beginn jeder Saison versendeten Fragebögen verraten es.

Patrick Franziska

Kann es auch mit dem gelben Filzball: Patrick Franziska (Foto: privat)

Deutlich wird bereits auf den ersten Blick: Speziell für Tennis, allein schon dem Namen nach der große Bruder der eigenen Sportart, haben die TTBL-Spieler einiges übrig. So fällt der Name Roger Federer insgesamt ganze 13-mal. Der 37-jährige Schweizer gilt als bester Spieler in der Geschichte des Sports und wird nicht zuletzt wegen seiner eleganten Spielweise von vielen verehrt. Etwa von Patrick Franziska (Saarbrücken) und Ricardo Walther (Grünwettersbach), die in ihrer Freizeit häufig selbst zum Schläger greifen.

So nahm Walther in der Vergangenheit bereits mehrfach am Ligabetrieb teil und schwang den großen Schläger in seiner Sommerpause in der Bezirksklasse. Nationalmannschaftskollege Patrick nutzte seinen Urlaub im spanischen Marbella kürzlich für eine Trainingseinheit an der Hofsaess Academy des bekannten Tennistrainers Klaus Hofsäss. Mit dem Spanier Rafael Nadal, der im Gegensatz zu Federer für seinen kraftvollen Spielstil bekannt ist, findet sich ein weiterer Tennisprofi in der Liste der Vorbilder (fünfmal). Ihn nennt etwa dessen Landsmann Alvaro Robles (Bergneustadt) als Idol, auch Boll führt den Spanier auf.

Tischtennislegenden unter sich

Apropos Timo Boll: Der 37 Jahre alte Rekord-Europameister ist der einzige aktuelle TTBL-Spieler, der selbst als Vorbild genannt wird (fünfmal), vorwiegend von Nachwuchsspielern wie Grenzaus Kirill Gerassimenko, Jülichs Dennis Klein oder Bergneustadts Neuzugang Vladimir Sidorenko. Neben Boll finden auch andere Tischtennislegenden Erwähnung, etwa die Chinesen Ma Long (z. B. bei Saarbrückens Liao Cheng-Ting) und Wang Liqin (z. B. bei Düsseldorfs Omar Assar) oder der Schwede Jan-Ove Waldner (Klein). Andere TTBL-Profis wiederum nennen erfolgreiche Landsleute: Stefan Fegerl (Ochsenhausen) schaut zum österreichischen Weltmeister von 2003 Werner Schlager auf, Kristian Karlsson (Düsseldorf) zum schwedischen Weltmeister von 1991 Jörgen Persson und Martin Allegro (Jülich) zu Belgiens ehemaligem Weltranglisten-Ersten Jean-Michel Saive.

Neben bekannten Fußballern wir Cristiano Ronaldo (viermal) und Lionel Messi (dreimal) taucht in den Fragebögen allerdings auch ein echter Exot auf. Jülichs belgischer Neuzugang Robin Devos nennt als Vorbild den irischen ‚Mixed Martial Arts‘-Kämpfer Conor McGregor – und damit als Einziger einen Athleten aus dem Kampfsport.

Alle Ergebnisse der Spielerfragebögen finden Sie in Kürze in den TTBL-Spielerporträts.