LEBESSON: „SAARBRÜCKEN? HÄTTEN EINEN LEICHTEREN GEGNER ERWISCHEN KÖNNEN“



Große Hoffnungen verbindet der TTC Neu-Ulm mit der Verpflichtung von Emmanuel Lebesson, der das Team mit Tiago Apolonia in die vordere Tabellenhälfte führen soll. Vor dem 2. Spieltag haben wir mit dem Europameister von 2016 gesprochen: über sein Debüt, den Wechsel in die Tischtennis Bundesliga (TTBL) und die Perspektive mit Neu-Ulm.

Emmanuel Lebesson

Das Debüt von Emmanuel Lebesson verlief vielversprechend: Gegen Rares Sipos setzte sich der Franzose mit 3:1 durch. (Foto: ITTF)

Herr Lebesson, herzlich willkommen in der Tischtennis Bundesliga (TTBL)! Und herzlichen Glückwunsch zu Ihrem 3:1-Sieg gegen Rares Sipos am 1. Spieltag. Wie blicken Sie auf Ihr Debüt?

Vor meinem ersten Spiel für den TTC Neu-Ulm war ich schon ein wenig aufgeregt, schließlich ist es ein neues Gefühl für mich, in einer anderen Liga als der französischen zu spielen. Dort habe ich gespielt, seitdem ich 18 Jahre alt war. Außerdem stand es zu diesem Zeitpunkt 1:1 gegen den TTC OE Bad Homburg, daher war es ein wichtiges Match, und ich wollte uns unbedingt mit 2:1 in Führung bringen.

Wie viel Ihres maximalen Leistungsvermögens haben Sie im ersten Spiel denn bereits abrufen können?

Ich war sowohl mental als auch körperlich zu 100 Prozent auf mein Debüt vorbereitet. Vor der Partie hatte ich an zwei Turnieren in Frankreich teilgenommen und bin gegen viele starke französische Spieler angetreten, um mich bestmöglich in Wettkampfform zu bringen. Mit dem ersten Spiel bin ich zufrieden, auch wenn Rares Sipos ein starker Gegner war, der es mir schwergemacht hat, meinen Spielstil durchzubringen. Ich werde mein Bestes geben, um mich weiter zu verbessern und beim nächsten Spiel noch stärker zu sein.

Der TTC Neu-Ulm ist ein noch sehr junger Verein. Was hat Sie vom Wechsel überzeugt?

Für den TTC ist es erst die zweite Saison überhaupt. Für diese haben wir uns vorgenommen, so nah wie möglich an die Play-off-Plätze heranzukommen. Persönlich war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, und dafür war die TTBL die bestmögliche Adresse. Daher bin ich froh, dass es mit dem Wechsel geklappt hat und ich nun in Deutschland spiele – ich hoffe, mit möglichst großem Erfolg!

Der Verein hat die Mannschaft für die kommendende Saison beinahe komplett umgebaut. Mit Tiago Apolonia und Ihnen stehen nun regelmäßig zwei erfahrene Spieler zur Verfügung, dazu mit Vladimir Sidorenko und Kay Stumper zwei Talente. Wie weit kann es mit dieser Mischung gehen?

Ehrlich gesagt: Ich kann noch nicht abschätzen, was wir in der Saison erreichen können. Ein Platz unter den besten vier dürfte schwer werden, denn es gibt einige Teams, die stärker einzuschätzen sind als wir, zumindest auf dem Papier. Aber man weiß ja nie, was im Laufe einer Saison alles passiert. Bereits der 1. Spieltag hat einige Überraschungen gebracht. Daher blicken wir erst einmal nur von Spiel zu Spiel und werden versuchen, so nah wie möglich an den vierten Platz heranzukommen. Wahrscheinlich können wir am Ende der Hinrunde besser bewerten, auf welche Platzierung wir hoffen dürfen.

Im Achtelfinale des Pokals geht es in der kommenden Woche gegen den 1. FC Saarbrücken TT. Wie schätzen Sie die Chancen aufs Weiterkommen ein?

Wir hätten auf jeden Fall einen leichteren Gegner als Saarbrücken erwischen können. Sie haben eine sehr starke Mannschaft und sind natürlich favorisiert, zumal sie ja auch zu Hause spielen. Aber es ist nur ein einziges Spiel, das zudem früh in der Saison stattfindet. Wir werden versuchen, unsere Chance zu nutzen, werden alles geben und um unseren Platz im Viertelfinale kämpfen.

Beitragsbild oben: Emmanuel Lebesson (Foto: ITTF)