MAX BRINGT TIMO BOLL INS SCHWITZEN



Für den zehnjährigen Max ging bereits einen Tag vor dem Liebherr TTBL-Finale in der Frankfurter Fraport Arena ein großer Wunsch in Erfüllung. Er durfte den Finalteams am vergangenen Samstag beim Training zusehen, die TTBL-Stars persönlich treffen und auf dem Centercourt gegen Timo Boll antreten. Der kannte Max bereits und war beeindruckt.

Seinem großen Idol ganz nah: Max und Timo Boll vor dem Centercourt (Foto: Lau)

Seinem großen Idol ganz nah: Max und Timo Boll vor dem Centercourt (Foto: Lau)

Nicht nur Christian Süß ist am Tag vor dem Liebherr TTBL-Finale in der Frankfurter Fraport Arena bestens gelaunt. „Morgen ziehst du aber ein anderes Trikot an, oder?“, scherzt der 29-Jährige, als er auf Max’ Trikot unterschreibt. Denn das ist keines des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, sondern von Finalgegner Borussia Düsseldorf. Maximilian Zuber (10 Jahre) sitzt im Rollstuhl und liebt den Tischtennis-Sport – neben und auf dem Court. In gleich zwei Vereinen ist der Sulzbacher selbst aktiv und natürlich großer Fan der Stars der Tischtennis Bundesliga (TTBL), denen er vor dem Finale in überraschend lockerer Atmosphäre beim Training vor dem Endspiel um die deutsche Meisterschaft zuschauen darf, Fotos und Autogramme aller Akteure inklusive.

Möglich gemacht hat dieses ganz besondere Treffen der Verein „Kinder treffen Stars“ (KITS) in Zusammenarbeit mit der TTBL. Der 2014 gegründete Verein des Kelkheimers Sven Gölz ermöglicht es kranken, behinderten und sozial benachteiligten Kindern, ihre Idole zu treffen. Und Max’ Idol ist Timo Boll. Über einen Zeitungsartikel wurde Max’ Mutter vor einigen Jahren auf den Verein aufmerksam, der dann Kontakt mit dem Management von Borussia Düsseldorf aufnahm. Die Antwort kam prompt. „Düsseldorf hat uns gleich zu einem Bundesligaspiel eingeladen, bei dem Max Timo das erste Mal treffen konnte und sogar gegen ihn gespielt hat, was natürlich das Größte für ihn war“, erzählt Sven Gölz.

Boll: „Max hat ein wahnsinniges Talent“

Diese Zeit nimmt sich Timo Boll heute ebenfalls, auch einen Tag vor dem TTBL-Finale. Geduldig, obwohl sichtbar müde vom Training, gibt er Max Tipps zur richtigen Technik – und kommt dabei ganz schön ins Schwitzen. „Die Schweißperlen stehen mir noch auf der Stirn“, gibt er hinterher zu und spart nicht mit Lob. „Max hat sich gegenüber unserem letzten Match noch einmal verbessert. Er hat ja ohnehin schon ein wahnsinniges Talent. Ich habe schon mal im Stuhl gegen ihn gespielt und kann mir daher ungefähr vorstellen, wie schwer das für ihn sein muss.“

Nach dem Spiel gegen sein sportliches Vorbild ist Max begeistert und strahlt übers ganze Gesicht. „Es war toll, aber auch ganz schön schwer, weil Timos Bälle so viel Effet haben“, erzählt er. Seine Vorhand sei gegenüber dem letzten Aufeinandertreffen allerdings schon deutlich besser geworden. Ob er deshalb bald so weit ist, Timo zu schlagen? „Beim nächsten Mal bestimmt“, sagt Max und grinst.

Beim Finale am nächsten Tag ist Max natürlich auch dabei, Ehrensache als Boll-Fan. Kurz vor dem Spiel läuft auf den Leinwänden ein Video von seinem Treffen mit den Finalteams, bevor er sieht, wie sein Idol seine Spiele gegen Wang Xi und Christian Süß gewinnt und mit seiner Mannschaft den Meistertitel feiert.

Das Video von Max’ Treffen mit den Finalteams finden Sie im TTBL-TV.

Weitere Informationen zum Verein „Kinder treffen Stars“ gibt es unter www.kindertreffenstars.de oder unter facebook/kindertreffenstars.