NEU IN DER TTBL: FLORIAN SCHREINER



In einer kleinen Serie stellen wir in den letzten Wochen vor dem Saisonstart die Neuzugänge der Tischtennis Bundesliga (TTBL) vor. Den zweiten Teil haben wir Florian Schreiner vom TTC Schwalbe Bergneustadt gewidmet.

Im Dress seines neuen Arbeitgebers: Florian Schreiner (Foto: Verein)

Im Dress seines neuen Arbeitgebers: Florian Schreiner (Foto: Verein)

Zugegeben, als der TTC Schwalbe Bergneustadt im Februar ankündigte, dass im Sommer ein junger Zweitligaspieler den international erfahrenen Brasilianer Gustavo Tsuboi  ersetzten wird, war die Verwunderung groß. Doch die Verpflichtung von Florian Schreiner hat Methode und ist Teil des Konzepts des Vereins aus dem Oberbergischen. „Wir möchten mit der Verpflichtung eines weiteren jungen deutschen Nachwuchsspielers ein Zeichen setzen“, hatte Manager Andreas Grothe damals verkündet und im TTBL-Interview erklärt, die Priorität seines Vereins liege nicht in der Spielstärke eines einzelnen Spielers, sondern darauf, deutschen Nachwuchsspielern wie Schreiner eine Plattform zu bieten. Wer ist nun dieser junge Nachwuchsspieler, der künftig das „DTTB-Trio“ Steffen Mengel, Ricardo Walther und Benedikt Duda ergänzt?

Training in China

In seiner Jugend war der heute 20-jährige gebürtige Erdinger für den TV Hofstetten in Unterfranken aktiv und spielte zuletzt für den TuS Fürstenfeldbruck in der 2. Bundesliga. Im April gewann der U23-Nationalspieler den U21-Wettbewerb der Chile Open und 2013 die Deutsche Jugendmeisterschaft, wo er im Finale Liang Qiu vom TTC Zugbrücke Grenzau bezwingen konnte. Das Talent wurde Schreiner quasi in die Wiege gelegt: Seine Mutter Yunli kommt aus dem Tischtennis-Mutterland China und war mit dem FC Langweid sechsmal deutscher Mannschaftsmeister, gewann den ETTU Cup und den Vorläufer der heutigen Champions League. Auch sein Vater Ralph ist ein ehemaliger Bundesligaspieler, Schreiners Schwester Franziska (14) ebenfalls Jugendnationalspielerin. In der Heimat seiner Mutter, der chinesischen Provinz Shandong, verbrachte Schreiner immer wieder Zeit in einem Leistungszentrum, um sich so auf seine Profilaufbahn vorzubereiten.

Seit seinem Wechsel zu Bergneustadt lebt Schreiner nun in Düsseldorf und trainiert dort – genau wie seine neuen Teamkollegen – im Deutschen Tischtennis-Leistungszentrum (DTTZ). „Flo ist ein super Junge und passt perfekt in die Mannschaft“, findet Ricardo Walther. „Ich glaube, es gibt kaum eine Mannschaft, die sich untereinander so gut versteht wie unsere. Das kann ein Riesen-Vorteil sein.“

„Flo muss lernen, dass der Kopf das A und O ist“

Offiziell gehört Schreiner zwar zur 1. Mannschaft, soll parallel jedoch durch zusätzliche Einsätze in der 3. Bundesliga Spielpraxis und Erfahrung sammeln. „Das wird seine erste Saison in der TTBL. Er ist noch jung und wird langsam rangeführt. Daher erwartet keiner von uns Siege von ihm“, so Teamkollege Walther. „Er ist zwar schon seit einem Jahr Profi, aber jetzt muss er lernen, dass der Kopf das A und O ist. Und wenn der Kopf stimmt, ist vieles möglich.“ Sicher auch für einen erst 20-Jährigen.

Hier finden Sie den ersten Teil unserer Serie zu Kou Lei vom TTC Zugbrücke Grenzau.