MÜHLHAUSEN KNACKT AUCH NEU-ULM UND SAMMELT SELBSTVERTRAUEN



Der Post SV Mühlhausen bleibt in Topform: Zwei Tage nach dem 3:2 gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen setzten sich die Thüringer am Freitag mit 3:1 gegen den TTC Neu-Ulm durch und verkürzten den Rückstand auf die Play-off-Ränge der Tischtennis Bundesliga (TTBL) auf zwei Punkte.

Emmanuel Lebesson

Emmanuel Lebesson hatte im Spitzeneinzel gegen Daniel Habesohn das Nachsehen. (Foto: BeLa Sportfoto)

Von einer minimalen Chance auf die Play-offs hatte der Post SV Mühlhausen zuletzt gesprochen, und am Freitag dürfte diese noch einmal ein Stückchen gewachsen sein. Mit 3:1 setzte sich das Team von Trainer Erik Schreyer am 13. Spieltag gegen den TTC Neu-Ulm durch und verkürzte damit den Rückstand auf die Play-off-Plätze. Mit nun 14:10 Punkten hat Mühlhausen nur noch zwei Zähler Rückstand auf den vierten Platz. Erst am Mittwoch hatte sich der Post SV mit 3:2 gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen durchgesetzt. Neu-Ulm darf mit 16:10 Punkten ebenfalls auf die Top vier hoffen.

„Wahnsinn!“, sagte nach der Partie Post-SV-Trainer Schreyer mit breitem Grinsen, das sogar unter der Maske zu sehen war. „Wir haben in den letzten zwei Spielen endlich wieder Kampf und Leidenschaft gezeigt. Gerade zu Hause sind wir schwer zu knacken, wenn wir uns in einen Rausch spielen.“ Schon am Sonntag kommt es zum Rückspiel gegen Ochsenhausen, anschließend tritt Mühlhausen am Dienstag gegen Borussia Düsseldorf an. „Wir müssen das Niveau und die Konzentration halten“, ergänzte Schreyer daher. „Es ist ein Mammutprogramm, aber wir können jetzt mit breiter Brust nach Ochsenhausen fahren.“

Mazunov: „Das dritte Einzel war der Knackpunkt“

Nachdem am Mittwoch Ovidiu Ionescu zum Matchwinner für Mühlhausen avanciert war, spielte am Freitag Daniel Habesohn groß auf. Der Österreicher wies zunächst im Auftakteinzel Vladimir Sidorenko mit 3:1 (11:5, 11:9, 8:11, 11:4) in die Schranken und ließ knapp zwei Stunden später einen weiteren Sieg folgen. Im Spitzeneinzel gegen Emmanuel Lebesson hatte Habesohn in den entscheidenden Momenten stets eine Antwort parat. So etwa im dritten Satz: Lebesson schien angesichts einer 9:6-Führung auf dem Weg zum 1:2-Satzanschluss, Habesohn aber erzielte Punkt um Punkt und entschied den Satz und damit das Match mit 3:0 (11:9, 12:10, 13:11) für sich.

Doch auch Ionescu war am Freitag erfolgreich. Der Rumäne, der sein Formtief am Mittwoch gegen Ochsenhausen beendet hatte, kam auf Position drei gegen Tiago Apolonia zum Einsatz und sammelte mit 3:1 (8:11, 11:6, 11:6, 12:10) seinen dritten Sieg im dritten Einsatz 2021. Ionescus Einzelbilanz steht nun bei 3:5, gegen die TTF war er zudem mit Lubomir Jancarik im Doppel erfolgreich gewesen. „Das war der Knackpunkt“, sagte TTC-Trainer Dmitrij Mazunov nach der Partie zum dritten Einzel. „Im vierten Satz hatte Tiago gute Chancen, hat sie aber leider nicht genutzt. Danach war es sehr schwer.“ Das Nachsehen hatte bei Mühlhausen am Freitag einzig Steffen Mengel, der Lebesson zwar einen großen Kampf lieferte, letztlich aber 2:3 (9:11, 8:11, 11:8, 11:4, 9:11) unterlag.

Das Tischtennis-Wochenende in der Übersicht

Borussia Düsseldorf – SV Werder Bremen 3:0
Anton Källberg – Marcelo Aguirre 3:0 (11:7, 11:9, 11:4)
Kristian Karlsson – Mattias Falck 3:0 (11:7, 13:11, 11:4)
Ricardo Walther – Kirill Gerassimenko 3:0 (11:6, 11:8, 11:3)

1. FC Saarbrücken TT – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:0
Darko Jorgic – Maciej Kubik 3:2 (9:11, 11:9, 10:12, 11:6, 11:5)
Shang Kun – Kanak Jha 3:0 (11:8, 12:10, 11:7)
Patrick Franziska – Samuel Kulczycki 3:1 (11:4, 9:11, 11:1, 11:8)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – ASV Grünwettersbach 1:3
Ruwen Filus – Dang Qiu 1:3 (11:9, 10:12, 3:11, 5:11)
Fan Bo Meng – Wang Xi 1:3 (6:11, 5:11, 12:10, 5:11)
Quadri Aruna – Deni Kozul 3:1 (11:4, 5:11, 11:6, 11:7)
Ruwen Filus – Wang Xi 2:3 (8:11, 11:5, 6:11, 11:9, 10:12)

Post SV Mühlhausen – TTC Neu-Ulm 3:1
Daniel Habesohn – Vladimir Sidorenko 3:1 (11:5, 11:9, 8:11, 11:4)
Steffen Mengel – Emmanuel Lebesson 2:3 (9:11, 8:11, 11:8, 11:4, 9:11)
Ovidiu Ionescu – Tiago Apolonia 3:1 (8:11, 11:6, 11:6, 12:10)
Daniel Habesohn – Emmanuel Lebesson 3:0 (11:9, 12:10, 13:11)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTC OE Bad Homburg 3:0
Ioannis Sgouropoulos – Lev Katsman 3:1 (11:6, 13:11, 8:11, 11:8)
Cristian Pletea – Gustavo Tsuboi 3:0 (11:2, 11:8, 11:3)
Aleksandar Karakasevic – Rares Sipos 3:2 (11:8, 7:11, 11:6, 4:11, 11:8)

TTC Schwalbe Bergneustadt – TSV Bad Königshofen 2:3
Benedikt Duda – Filip Zeljko 3:1 (6:11, 11:6, 11:6, 11:6)
Stefan Fegerl – Bastian Steger 0:3 (11:13, 9:11, 8:11)
Alvaro Robles – Kilian Ort 3:2 (11:5, 6:11, 11:7, 7:11, 11:8)
Benedikt Duda – Bastian Steger 1:3 (11:6, 5:11, 11:13, 8:11)
Alvaro Robles/Stefan Fegerl – Kilian Ort/Filip Zeljko 2:3 (9:11, 13:11, 14:12, 12:14, 7:11)

Sonntag, 17. Januar, 15 Uhr
TTF Liebherr Ochsenhausen – Post SV Mühlhausen
SV Werder Bremen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell
TTC Neu-Ulm – TTC Schwalbe Bergneustadt
TSV Bad Königshofen – Borussia Düsseldorf
ASV Grünwettersbach – TTC Zugbrücke Grenzau
TTC OE Bad Homburg – 1. FC Saarbrücken TT

Beitragsbild oben: Daniel Habesohn (Foto: Christian Habel)