RASMUSSEN: „WERDE EINE TOLLE ZEIT IN GRÜNWETTERSBACH HABEN“



Mit seinem Erfolg gegen Mattias Falck hat Tobias Rasmussen am 2. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) ein großes Ausrufezeichen gesetzt. Wir haben uns mit dem 22-Jährigen über seinen 3:1-Sieg gegen den Vizeweltmeister, seinen Wechsel zum ASV Grünwettersbach und den Saisonstart unterhalten.

Tobias Rasmussen

3:1 nach 0:1 – mit seinem Sieg gegen Mattias Falck sorgte Tobias Rasmussen für eines der Highlights des 2. Spieltags. (Foto: Friedrich Haubner)

Herr Rasmussen, erst mal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Sieg gegen Mattias Falck. Wann im Spiel haben Sie gemerkt, den Vizeweltmeister knacken zu können?

Tobias Rasmussen: Nach dem ersten Satz lag ich 0:1 hinten, im zweiten 9:10, aber ich habe zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt, dass das Match schon verloren ist. Nachdem ich dann den zweiten Satz doch noch mit 12:10 gewonnen hatte, ist der Glaube an einen Sieg gewachsen. Ich bin ruhig geblieben, habe einige gute Punkte gemacht – und war am Ende natürlich sehr froh, als ich den letzten Punkt zum Sieg geholt hatte.

Erzählen Sie uns von Ihren vergangenen Tagen. Hagelte es Glückwünsche nach dem Sieg gegen Falck?

Rasmussen: Ja, ich habe wirklich sehr viele Nachrichten bekommen. Meine Familie und viele Freunde haben das Match im Live-Stream verfolgt. Ich bin sehr dankbar für die ganze Unterstützung, die ich erfahre.

Seit dieser Saison spielen Sie für Grünwettersbach. Was waren Ihre Gründe, Saarbrücken zu verlassen und nach Baden zu wechseln?

Rasmussen: In Saarbrücken habe ich hauptsächlich für die zweite Mannschaft in der zweiten Liga gespielt, in der ich mit 21:3 eine gute Bilanz verbucht habe. Daher möchte ich mich natürlich in der Bundesliga beweisen. Zwar war ich auch in Saarbrücken bereits Teil des Bundesliga-Teams, das aber aufgrund von Verletzungen und aus anderen Gründen. Da Saarbrücken bereits eine starke Mannschaft für die neue Saison zusammenhatte, war für mich ein Wechsel naheliegend, um den Sprung zu wagen. Ich habe daher mit Grünwettersbach gesprochen, und denke, es war eine gute Entscheidung. Ich bin sehr glücklich, für den ASV zu spielen.

Wie sind Ihre bisherigen Eindrücke vom Verein und deinen neuen Mitspielern?

Rasmussen: Ich kann nur Gutes über Grünwettersbach sagen. Das Management, die Fans und meine Mitspieler helfen mir sehr, alle unterstützen sich gegenseitig sehr gut. Ich fühle mich bereits gut angekommen bei meinem neuen Verein.

Worin unterscheidet sich Grünwettersbach am meisten von Saarbrücken?

Rasmussen: Saarbrücken ist insgesamt der größere Verein, ansonsten aber sind sie sich durchaus ähnlich. Ich mag beide sehr. In Saarbrücken hatte ich eine tolle Zeit, und ich bin mir sicher, dass ich das auch in Grünwettersbach haben werde.

Ebenfalls neu beim ASV ist der Trainer, Joachim Sekinger. Wie ist die Zusammenarbeit mit ihm?

Rasmussen: Ich denke, wir harmonieren bislang sehr gut. Er versteht die Bedürfnisse der Mannschaft, und wir verstehen, was er von uns fordert.

Zwei Spiele sind bislang gespielt, zweimal musste Grünwettersbach ins Doppel. Wie schätzen Sie die ersten beiden Spieltage ein?

Rasmussen: Es waren zwei sehr enge Partien, und wahrscheinlich ist es letztlich fair, dass wir eine gewonnen und eine verloren haben. Andererseits haben wir jeweils 2:0 geführt, daher ist es etwas enttäuschend, dass wir gegen Bremen noch verloren haben. Aber Bremen hat eine starke Mannschaft, letztlich hätte es in jede Richtung laufen können. Unter dem Strich bin ich zufrieden mit dem Start.

Mit Sathiyan Gnanasekaran, Wang Xi und Dang Qiu stehen drei in der TTBL etablierte Spieler im Grünwettersbacher Team. Wie viele Einsätze streben Sie im Saisonverlauf an?

Rasmussen: Ganz klar, ich möchte so viel wie möglich spielen. Aber wir werden immer wieder wechseln und am Ende alle auf unsere Einsätze kommen. Ich habe drei sehr gute Mitspieler, daher verstehe ich, wenn ich nicht jedes Spiel machen kann. Das wird kein Problem, wir sind schließlich eine Mannschaft.

 

Beitragsfoto oben: Friedrich Haubner