TTCLM: DÜSSELDORF WILL WM-SCHWUNG MITNEHMEN



Am kommenden Sonntag trifft Borussia Düsseldorf im Final-Hinspiel der Table Tennis Champions League Men (TTCLM) auf den russischen Titelverteidiger TTC Fakel Gazprom. Pünktlich zum Gigantenduell der derzeit besten europäischen Klubs hat Timo Boll seine Ischias-Probleme auskuriert. Hoffnung macht der Borussia zudem die starke WM von Boll und Co.

Timo Boll

Ischias-Probleme überstanden: Timo Boll (Foto: BeLa Sportfoto)

Im ersten Finale der Table Tennis Champions League Men (TTCLM) empfängt Borussia Düsseldorf am kommenden Sonntag um 13 Uhr den TTC Fakel Gazprom. Bereits seit Dienstag bereitet sich das Starensemble des russischen Titelverteidigers um Dimitrij Ovtcharov deshalb im Deutschen Tischtennis-Zentrum (DTTZ) in Düsseldorf auf den Showdown in der europäischen Königsklasse vor. Das Rückspiel in Russland findet am darauffolgenden Freitag statt (18. Mai, 15 Uhr).

Nachdem Düsseldorfs Nummer eins Timo Boll während der Team-Weltmeisterschaften im schwedischen Halmstad über Hüftprobleme klagte und im Viertelfinale gegen Brasilien passen musste, ist der frischgebackene Vize-Weltmeister pünktlich zum Finale wieder fit. „Mir geht es gut, mein Ischias ist wieder okay“, so der Weltranglisten-Dritte vor dem Duell mit Nationalmannschaftskollege Ovtcharov und Orenburg.

Hoffnung macht dieser Umstand vor allem Trainer Danny Heister, der auf Bolls WM-Form und die seiner schwedischen Schützlinge baut. „Timo ist gut drauf, das haben wir bei der Weltmeisterschaft gesehen. Seine Spiele zum Beispiel gegen Südkorea waren wirklich gut. Und unsere beiden Schweden und vor allem Kristian Karlsson sollten durch den Gewinn der Bronze-Medaille einen Schub bekommen haben.“

Wie fit ist Ovtcharov?

Joao Geraldo

Einsatz zumindest fraglich: Dimitrij Ovtcharov (Foto: Verein)

Auf der Gegenseite ist zumindest fraglich, in welcher Besetzung der vierfache Titelgewinner Orenburg auflaufen wird. Hinter dem Japaner Jun Mizutani, der in der laufenden Champions-League-Saison noch ungeschlagen ist, und dem weißrussischen Altmeister Vladimir Samsonov ist ausgerechnet Orenburgs Nummer eins nicht hundertprozentig fit.

Seit Monaten wird Dimitrij Ovtcharov von einer hartnäckigen Verletzung des Oberschenkelhalses geplagt, die bei der WM nur sporadische Einsätze des Weltranglisten-Zweiten zuließ. Boll warnt dennoch vor ‚Dima‘: „Auch wenn er noch nicht 100 Prozent fit ist, er kennt uns alle aus dem Training ganz genau, kennt die Ballwege und weiß, was passiert. Darum schätze ich ihn immer noch als sehr gefährlich für uns ein.“

Preuß: „Orenburg klarer Favorit“

Zuletzt trafen beide Mannschaften in der Vorsaison sowie vor drei Jahren jeweils im Finale aufeinander, das bessere Ende hatten beide Male die Russen für sich. Vor dem dritten Anlauf freut sich Düsseldorfs Manager Andreas Preuß auf ein Tischtennis-Highlight im bisher nahezu ausverkauften ARAG CenterCourt: „Mehr geht zurzeit im Mannschaftssport im Tischtennis nicht. Zwei Vize-Weltmeister und zwei Bronze-Medaillengewinner der WM sind das Nonplusultra. Wir können ohne Druck aufspielen, Orenburg ist für mich der klare Favorit.“

Einen Livestream der Partie finden Sie auf LAOLA1.TV.

Das Finale in der Übersicht

Sonntag, 13. Mai, 13 Uhr
Borussia Düsseldorf – TTC Fakel Gazprom

Freitag, 18. Mai, 15 Uhr
TTC Fakel Gazprom – Borussia Düsseldorf

Beitragsbild oben: BeLa Sportfoto