TTCLM: MÜHLHAUSEN SIEGT UND MUSS NUN HOFFEN



Chance gewahrt: Der Post SV Mühlhausen ist nach einem 3:2 gegen VS Angers TT zurück im Rennen um Platz zwei in Gruppe A der Champions League (TTCLM). Durch den Erfolg wurde die Scharte des 1:3 im Hinspiel acht Tage zuvor zumindest teilweise ausgewetzt. In den noch zwei ausstehenden Begegnungen muss der Siebte der Tischtennis Bundesliga (TTBL) nun allerdings wohl zwei Siege einfahren.

Lubomir Jancarik

Lubomir Jancarik feierte ein starkes Comeback nach 0:2-Satzrückstand, hatte aber schließlich gegen Joao Geraldo im fünften Satz das Nachsehen. (Foto: Christian Habel)

Dass es ein langer Abend werden könnte, zeichnete sich bereits im ersten Einzel ab. Daniel Habesohn und Jens Lundqvist nämlich begegneten sich auf Augenhöhe, nach dem 11:2 im ersten Satz für den Mühlhäuser war die Partie völlig offen. Habesohn spielte druckvoll und sehr aggressiv, leistete sich dabei aber auch den einen oder anderen Fehler, die Lundqvist zu Satzgewinnen zu nutzen wusste. Nach 8:11, 11:5 und 8:11 in den weiteren Sätzen ging es in den nicht weniger umkämpften Entscheidungssatz, in dem Habesohn dann das glücklichere Händchen hatte: Ein 8:9 drehte er zu einem 11:9 und brachte den Post SV damit in Front. In dieser Manier ging es weiter, nun aber mit dem besseren Ende für die Gäste: Immer wieder wechselte im Matchverlauf zwischen Ovidiu Ionescu und Jon Persson die Führung, nach 15:13, 9:11, 11:8 und 5:11 fiel auch hier die Entscheidung erst im fünften Satz: Persson holte sich das 11:8 und glich dank des 3:2-Siegs zum 1:1 für Angers aus.

Die Mühlhäuser Hoffnung auf den 3:0-Sieg war somit beerdigt. Und es kam sogar noch schlimmer für die Gastgeber, denn an Position drei steckte Lubomir Jancarik eine weitere 2:3-Niederlage ein. Angesichts eines 4:11 im ersten und eines 1:6-Rückstands im zweiten Satz schien der Mühlhäuser früh auf der Verliererstraße, kämpfte sich jedoch zurück und glich mit fünf Punkten in Folge zum 6:6 aus. Zwar ging dieser Satz erneut verloren, dieses Mal mit 8:11, doch Jancarik hatte Lunte gerochen. Durch 11:7 und 11:6 erzwang er den Entscheidungssatz, in dem er beim Stand von 10:9 sogar einen Matchball verbuchte. Geraldo jedoch wehrte ab – und siegte schließlich seinerseits 12:10. Angesichts des 1:2-Rückstands war für Mühlhausen das Viertelfinale in sehr weite Ferne gerückt.

Habesohn gleicht aus, Ionescu vollstreckt

Daniel Habesohn jedoch hielt den Post SV im Rennen. Der Österreicher machte es gegen Jon Persson nicht so spannend wie zuvor gegen Lundqvist: Im vierten Satz verspielte Habesohn nach insgesamt souveränem Auftritt zunächst zwei Satzbälle, knackte seinen Gegner dann aber mit einer Auszeit. Den dritten Matchball nutzte er anschließend nämlich zum 11:6, 8:11, 11:5, 11:9-Erfolg und damit zum 2:2 für Mühlhausen.

Ovidiu Ionescu

Im fünften Einzel des Abends machte Ovidiu Ionescu den Sieg klar durch ein 3:0 gegen Jens Lundqvist. (Foto: BeLa Sportfoto)

Der Post SV hatte nun neue Hoffnung geschöpft – und Ionescu reagierte im entscheidenden fünften Duell wütend nach seiner knappen Niederlage gegen Persson. Mit 11:4 im ersten Satz gegen Lundqvist demonstrierte er eindrucksvoll, seinem Klub den Sieg sichern zu wollen. Und so ging es weiter: Nahezu pausenlos setzte Ionescu seinen Gegner unter Druck, nach einem 11:7 im zweiten Satz lag er im dritten kurz zurück, trotzte aber auch diesem Umstand und machte mit 11:8 schließlich den Heimerfolg klar. „Ich bin extrem stolz auf meine Mannschaft. Alles, was wir uns vorgenommen hatten, war heute vom ersten bis zum letzten Spiel zu sehen“, sagte Trainer Erik Schreyer. „Wir waren viel konzentrierter und haben viel mutiger gespielt. Das waren wir den Fans und dem Verein schuldig.“

„Das ist Balsam für die Seele“

Durch den Sieg gegen Angers hat der Post SV die Chance auf den zweiten Platz gewahrt, beide Teams haben nun sechs Punkte auf dem Konto. Das direkte Duell allerdings spricht für die Franzosen, und das heißt: Der Post SV muss auf ein Stolpern von Angers gegen Leka Enea hoffen oder selbst sowohl gegen die Spanier als auch gegen Titelverteidiger Fakel Gazprom Orenburg gewinnen. Das Heimspiel gegen Leka Enea steigt am 5. Dezember, ehe es fünf Tage später am 10. Dezember nach Russland geht. Trotz dieser kniffligen Konstellation zeigte sich Coach Schreyer zufrieden: „Wir müssen sehr zufrieden mit dem Sieg sein“, sagte er, „denn unter dem Strich haben wir wohl alles noch immer in eigener Hand. Darum denke ich, dass wir das Hauptziel erreicht haben – und vor allem tut es uns gut, wieder einen Sieg eingefahren zu haben. Das ist Balsam für die Seele.“

Klare Siege gab es am 4. Spieltag für die weiteren zwei deutschen Vertreter in der TTCLM: Borussia Düsseldorf setzte sich in Gruppe D am Mittwoch mit 3:0 bei STK Starr Croatia durch, den Spielbericht lesen Sie hier. Bereits in der Vorwoche feierte der 1. FC Saarbrücken TT in Gruppe C bei GDCS Juncal ebenfalls einen 3:0-Sieg, hier geht es zum Spielbericht.

 

Der 4. Spieltag in der Übersicht

Gruppe A

Leka Enea – Fakel Gazprom Orenburg 0:3

Post SV Mühlhausen – VS Angers TT 3:2
Daniel Habesohn – Jens Lundqvist 3:2 (11:2, 8:11, 11:5, 8:11, 11:9)
Ovidiu Ionescu – Jon Persson 2:3 (15:13, 9:11, 11:8, 5:11, 8:11)
Lubomir Jancarik – Joao Geraldo 2:3 (4:11, 8:11, 11:7, 11:6, 10:12)
Daniel Habesohn – Jon Persson 3:1 (11:6, 8:11, 11:5, 11:9)
Ovidiu Ionescu – Jens Lundqvist 3:0 (11:4, 11:7, 11:8)

Gruppe B

TTC Ostrava 2016 – Roskilde Bordtennis BTK61 0:3
TTSC UMMC – SPG Walter Wels 3:0

Gruppe C

GDCS Juncal – 1. FC Saarbrücken TT 0:3
Andrey Bukin – Shang Kun 0:3 (9:11, 5:11, 6:11)
Idowo Saheed – Darko Jorgic 0:3 (8:11, 6:11, 5:11)
David Bessa – Tomas Polansky 0:3 (2:11, 9:11, 10:12)

KS Dartom Bogoria Grodzisk Mazowiecki – Ping Pong Club Villeneuvois 3:0

Gruppe D

STK Starr Croatia – Borussia Düsseldorf 0:3
Sun Chia-Hung – Anton Källberg 1:3 (11:8, 5:11, 5:11, 3:11)
Ronald Redjep – Kristian Karlsson 0:3 (8:11, 8:11, 8:11)
Qiu Liang – Ricardo Walther 1:3 (11:8, 9:11, 5:11, 3:11)

GV Hennebont TT – Sporting Clube De Portugal 3:0

Alle Ergebnisse und Tabellen finden Sie auf der Homepage der ETTU.

 

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Beitragsbild oben: Christian Habel